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40.000 Jahre Klimageschichte…

Sonntag 15. März 2009 von birdfish



erhoffen sich Wissenschaftler der Uni Jena von Bohrkernen aus Tibet, die jetzt im Institut eingetroffen sind.

Ein deutsch-chinesisches Wissenschaftlerteam ist 2008 auf einem Plateau in Tibet der Frage nachgegangen, ob der Monsunregen, der den Menschen der Region das dringend erforderliche Trinkwasser sichert, auf Dauer Bestand haben wird.  4.718 m über N.N. liegt der zweitgrößte See Tibets, der „Nam Co“, der ca. fünfmal so groß wie der Bodensee ist. Trotz rauer See und widriger Wetterbedingungen gelang es den Forschern, zwei Bohrungen im Seegrund erfolgreich durchzuführen.

Wir hoffen, dass wir etwa 40.000 Jahre Klima-Geschichte betrachten können“, sagt Prof. Mäusbacher. Das wäre die älteste Klima-Bibliothek eines tibetischen Sees und damit „eine kleine Sensation“, wie sogar der Physische Geograph zugibt, „wenn wir die Monsungeschichte über diese Periode aufzeigen könnten“.

Sinn der Sache soll sein, dass Klimaspezialisten aus den Ergebnissen ein Modell errechnen und es auf die Vergangenheit anwenden. Wenn das Modell stimmig ist, lassen sich dann auch Prognosen für die Zukunft ableiten. Prognosen, die die aktuelle Tendenz der Erderwärmung einbeziehen, um so für das Tibet-Plateau ein realistisches Klima-Szenario erstellen zu können. Wenn dann „der dritte Pol“, wie die Experten dieses weltgrößte Plateau nennen, gefährdet ist, müssen rasch Maßnahmen geplant werden, um zu einer nachhaltigen Nutzung dieses Ökosystems zu kommen.

Die ausführlichen Informationen lesen Sie in der Pressemitteilung der Uni Jena.

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