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Der kleine Inder ist da – Fluch oder Segen?

Montag 23. März 2009 von birdfish



Seit Anfang 2008 angekündigt, nun ist er da: der kleine Tata NANO aus Indien, der seine europäische und japanische Konkurrenz in ihre Schranken weisen möchte.

Tata Nano
(c) B.Balaji/wikipedia

Einem Bericht der ZEIT zufolge soll der Wagen das billigste Auto der Welt werden und in Indien in seiner schlichtesten Version für umgerechnet 1.700 Euro zu haben sein.   Für voraussichtlich ca. 5.000 Euro soll der an einen Smart erinnernde Wagen künftig auch in Europa zu kaufen sein. Die angenehmen Errungenschaften europäischer Standards muss sich der/ die Autokäufer/in jedoch abschminken:  es gibt nur einen Außenspiegel, einen Scheibenwischer, weder Airbags, Radio noch elektronische Helferlein wie ABS oder ESP. Aber dafür ist das spartanische Fahrzeug auch nicht so anfällig.

Im Sinne des Klimaschutzes ist der Wagen eine recht zweischneidige Angelegenheit. Einerseits eröffnet er den Menschen in einem bevölkerungsreichen Schwellenland wie Indien erstmalig die Möglichkeit, ein Auto zu besitzen. Das muss zwangsläufig dazu führen, dass der CO2-Ausstoß in Indien enorm wachsen wird.
“Daran gibt es keinen Zweifel, allein schon wegen des Wirtschaftwachstums von derzeit acht Prozent”, sagte der Klimareferent Dr. Manfred Treber (Germanwatch) im Gespräch mit Spiegel online.

Auf der anderen Seite ist den Erbauern jedoch nicht nur gelungen, den europäischen Grenzwert von 120 Gramm/km einzuhalten. Der Tata Nona unterschreitet diesen Grenzwert sogar noch erheblich und kommt auf vergleichsweise klimafreundliche 100 g.

(Artikel der SZ vom 09/2008 zu den CO2-Höchstgrenzen der EU)

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