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Autobauer schönen Spritverbrauch für CO2-orientierte Kfz-Steuer

Mittwoch 25. März 2009 von birdfish



Die neue Kfz-Steuer, die neuerdings den CO2-Ausstoß der Automodelle berücksichtigt, animiert die Autobauer offensichtlich zum Senken der Verbrauchszahlen – allerdings lediglich auf dem Papier.  Nach Schätzungen der Deutschen Umwelthilfe e. V. (DUH) bedeutet dies Steuermindereinnahmen in jährlich dreistelliger Millionenhöhe.

Da Autokäufer sich schon lange über die unrealistischen Verbrauchsangaben ärgern, hat sich der ADAC der Sache bereits vor sechs Jahren angenommen und einen eigenen „Eco-Test“ mit einem „wirklichkeitsnahen“ Testzyklus entwickelt. Die Deutsch Umwelthilfe hat die aktuellen Datensätze der Hersteller und des ADAC-Tests systematisch abgeglichen. „Für die weit überwiegende Zahl der Modelle liegen die vom ADAC ermittelten Spritverbräuche ganz erheblich über den Verbraucherangaben“, sagte die DUH-Projektleiterin Barbara Göppel. Die Verbrauchertäuschung addiere sich so für den Vielfahrer auf einen vierstelligen Betrag pro Jahr.
Resch forderte die Bundesregierung auf, noch vor der Umstellung der Kfz-Steuer die künftige behördliche Überprüfung der Verbrauchsangaben zu veranlassen. Resch: „Vertrauen ist gut, aber spätestens ab dem 1. Juli 2009 ist Kontrolle besser. Ansonsten werden die Hersteller ihre Kreativität bei der missbräuchlichen Interpretation der europäischen Prüfvorschriften weiter ausreizen.“ Eine systematische Überprüfung werde als ersten Effekt eine Erhöhung der offiziellen Spritverbräuche zur Folge haben und damit eine Anpassung an die realen und damit klimawirksamen Werte.
Hier die ausführliche Meldung der DUH.

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