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Bodenschutzbericht konstatiert, aber konkrete Maßnahmen bleiben aus

Mittwoch 15. April 2009 von birdfish



Nach dem neuen Bodenschutzbericht der Bundesregierung sind die Böden sind zunehmend stärkeren Belastungen ausgesetzt, etwa durch den Klimawandel oder durch eine intensivere Nutzung.

Düngung der Böden in der landwirtschaft
(c) Bernd Boscolo / Pixelio

Der Bericht stellt heraus, dass die Querschnittsaufgabe Bodenschutz dafür spricht, das Bundes-Bodenschutzrecht mit anderen Rechtsbereichen noch enger zu verzahnen.
Er enthält eine Bestandsaufnahme der Entwicklungen und Fortschritte. Er stellt die Überlegungen zur Anpassung und Fortentwicklung des Bodenschutzes in rechtlicher Hinsicht sowie unter den Gesichtspunkten Nachhaltigkeit, Klimaschutz und der biologischen Vielfalt dar.
Auffallend ist im Bericht die extreme Bodenbelastung durch die Landwirtschaft. Versauerung der Ökosysteme und eine rasant fortschreitende Erosion sind die Folgen einer ausbeutenden Bewirtschaftung. So heißt es in dem Bodenschutzbericht, dass die Erosion in zehn Jahren mehr als doppelt so viel Boden pro Hektar fordern wie derzeit – es sei denn, die Bauern stiegen flächendeckend auf eine konservierende Bodenbearbeitung um.

Umweltverbände kritisieren die Bundesregierung dafür, keine konkreten Schutzmaßnahmen einzuleiten – wie z.B. die Überdüngung von Böden unter Strafe zu stellen.

Quellen:

Meldung des Umweltministeriums.

Artikel in der tageszeitung.

Der Bodenschutzbericht zum Download.

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Ein Kommentar über “Bodenschutzbericht konstatiert, aber konkrete Maßnahmen bleiben aus”

  1. admin schrieb:

    BUCHTIPP:

    “Naturschutz im Ökolandbau – Praxishandbuch für den ökologischen Ackerbau im nordostdeutschen Rau”

    Sarah Fuchs und Karin Stein-Bachinger (2008)

    Bioland Verlags GmbH, Kaiserstr. 18, 55116 Mainz
    ISBN 978-3-934239-35-7

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