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Projekt SUGAR für Erdgasgewinnung und CO2-Speicherung vorgestellt

Mittwoch 22. April 2009 von birdfish



Ziel des Projektes “SUGAR” (Submarine Gashydrat-Lagerstätten: Erkundung, Abbau und Transport)  ist es, Methan aus Gashydrat-Lagerstätten am Meeresboden zu fördern und dort zugleich klimaschädliches Kohlendioxid einzulagern.

Methanhydrat (c) Fraunhofer Institut

Das Projekt wurde im Sommer 2008 von den Bundesministerien für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und für Bildung und Forschung (BMBF) bewilligt. Unter Leitung des Kieler Leibniz Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) entwickeln 30 Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft mit einem Mitteleinsatz von ca. 13 Mio. Euro neue Technologien, um Erdgas (Methan) aus Methanhydraten im Meeresboden zu gewinnen und Kohlendioxid (CO2) aus Kraftwerken und anderen industriellen Anlagen sicher im Meeresboden zu speichern. Durch den Austausch von Methan gegen Kohlendioxid soll eine nachhaltige Energieversorgung unterstützt werden. Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT koordiniert hierbei die numerische Simulation der technologischen Ansätze und der Lagerstättensituation.

Methanhydrat, oft als Energiequelle der Zukunft bezeichnet, besteht aus Methan, das in gefrorenem Wasser eingelagert ist. Die Wassermoleküle umschließen dabei das Methan vollständig. Ein Kubikmeter des Hydrats kann rund 164 Kubikmeter Methan binden. Das Material entsteht, wenn Bakterien im Sedimenten am Meeresboden in Tiefen von bis zu drei Kilometern organische Substanzen zerlegen. Das dabei entstehende Methan wandert zunächst nach oben. In der Nähe der Oberfläche ist es dann kalt genug – unter zehn Grad Celsius-, so dass sich bei Drücken ab 30 Bar Gashydrate bilden. Fraunhofer UMSICHT in Oberhausen hat diese Versuchsbedingungen im Labor nachgebildet und Methanhydrat hergestellt, das von Bundesministerin für Bildung und Forschung Prof. Annette Schavan während ihres Besuchs am BMBF-Stand auf der Hannover-Messe entzündet wurde.

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