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Elektro-Autos auf dem Vormarsch: FH Kiel will Plugin-Hybrid-Fahrzeuge optimieren

Samstag 6. Juni 2009 von birdfish



Nachdem die Bundesregierung jetzt Elektrofahrzeuge kräftig pusht, will auch die FH Kiel sich der Entwicklung des Hoffnungsträger-Gefährts widmen.

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Laut Bundesregierung sollen bis zum Jahr 2020 bereits eine Million am Stromnetz aufladbare Elektrofahrzeuge und so genannte Plugin-Hybrid-Fahrzeuge auf deutschen Straßen fahren. Diese Entwicklung möchte die Fachhochschule Kiel in Forschung und Lehre aktiv prägen. Experten auf dem Gebiet der Leistungselektronik und Mechatronik haben sich zusammengeschlossen und das “Kompetenzzentrum Elektromobilität” gegründet, um “vorhandene Kräfte und Kompetenzen [zu] bündeln und zielgerichtet für Wirtschaft und Ausbildung ein[zu]setzen”, erklärte der Präsident der Fachhochschule Kiel, Prof. Dr. Udo Beer.

Hauptziel des Kompetenzzentrums ist die Optimierung von elektrischen Komponenten bezüglich Kosten und Funktionalität und deren Integration in das Gesamtsystem Elektrofahrzeug. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit soll an aussagekräftigen Demonstratoren praktisch erprobt und gezeigt werden; deren Aufbau und Betrieb werden auch in der Lehre eingesetzt. In Form von studentischen Projekten und Abschlussarbeiten werden Detailverbesserungen durchgeführt und neue Lösungswege erprobt. Damit stehen der regionalen Wirtschaft Absolventinnen und Absolventen auf diesem zukunftsweisenden Gebiet zur Verfügung.

Schon heute kooperiert das Institut für Mechatronik der Fachhochschule Kiel mit zahlreichen regionalen und überregionalen Partnern. Schleswig-Holstein verfügt über eine breite Palette sehr unterschiedlicher Produktionsbetriebe mechatronischer Produkte. Die Bandbreite reicht von kabelgeführten Kleinstfahrzeugen über High-Tech Krankenfahrstühle, Flurförderfahrzeuge bis zu Antriebsendstufen für Hybridfahrzeuge und elektrische Lenkungen. Insgesamt sind weit über 500 Betriebe auf diesem Gebiet als Produzenten oder Zulieferer tätig.

Die regionale Industrie ist zwar erfolgreich bei der Entwicklung elektronischer Komponenten, verfügt jedoch nicht über den notwendigen automobilen Hintergrund. Deshalb ist für sie die Entwicklung von Komponenten für die elektrische Mobilität mit Risiken behaftet. Die Zuliefererindustrie für elektrische Komponenten benötigt für einen erfolgreichen Technologietransfer eine regionale Technologiebasis, die das Kompetenzzentrum Elektromobilität der Fachhochschule Kiel bieten wird.

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Ein Kommentar über “Elektro-Autos auf dem Vormarsch: FH Kiel will Plugin-Hybrid-Fahrzeuge optimieren”

  1. Ingwer Hansen schrieb:

    Es hört sich so an, als wenn das Elektroauto eine sinnvolle Alternative zum herkömmlich angetriebenen Fahrzeug wäre. Ich kann das nicht erkennen, genau das Gegenteil müsste m. E. der Fall sein!
    1. Es wird wohl nie soviel Strom zur Verfügung stehen um alle Transportmittel umzustellen. Mag aber auch sein, dass das gar nicht gewollt ist. Dann verstehe ich das Gerede nicht so recht.
    2. Die Umsetzung von fossilen Energieträgern, also Kohle, Gas, Erdöl in elektrische Energie geschieht mit einem sehr schlechten Wirkungsgrad! D. h. man steckt mehr Energie rein, als man nachher heraus bekommt! Bei “modernen” Kohlekraftwerken erreicht man m. W. einen Wirkungsgrad von gerade einmal 0,3 bis max. 0,35! Für die neue Generation der Kohlekraftwerke, technisch vorgesehen für die CO2 Filterung zwecks Einlagerung, reduziert sich dieser Wert um ca. 0,1 auf max. 0,25! Das ist m. E. sehr, sehr schlecht!
    3. Die Umwandlung der elektrischen Energie in mechanische geschieht wieder mit einem Wirkungsgrad von kleiner 1!

    Das Ganze ist also eine verlustreiche Umwandlung von Energie und damit keineswegs energiesparend, sondern genau das Gegenteil. Und die CO2 Bilanz wird hierbei nicht entlastet!

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