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Uni Heidelberg erforscht gezielte Klima-Beeinflussung “Climate Engineering”

Montag 10. August 2009 von birdfish



Strategien einer gezielten Beeinflussung des Klimas mit Hilfe technologischer Mittel stehen im Mittelpunkt eines neuen Forschungsprojekts des Marsilius-Kollegs der Universität Heidelberg. Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen gehen der Frage nach, wie neben der Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes Klimaprozesse auch durch aktive Eingriffe gesteuert werden können.

Wolken am Drachenfels
Sollen Wolken und Regen künftig durch Menschenhand gesteuert werden? – (c) birdfish

Dabei untersuchen sie das sogenannte Climate Engineering aus natur-, sozial- und rechtswissenschaftlicher Perspektive. Für die Arbeit der Forschungsgruppe stellt das Marsilius-Kolleg rund 600.000 Euro über einen Zeitraum von drei Jahren zur Verfügung.

Technologien wie zum Beispiel die gezielte Ozeandüngung oder das Platzieren von Blenden zwischen Sonne und Erde verursachen nicht nur unterschiedliche Kosten. Sie können auch unbeabsichtigte Auswirkungen haben, die sich global und regional sehr unterschiedlich verteilen. “Wir interessieren uns dafür, wie die Menschheit mit solchen Handlungsoptionen umgehen kann und welche Chancen, Risiken und Probleme damit verbunden sind”, erklärt Prof. Timo Goeschl, einer der Koordinatoren des Projekts.

Ein Teilprojekt unter Leitung der Umweltphysiker Werner Aeschbach-Hertig, Thomas Leisner und Ulrich Platt ist deshalb darauf ausgerichtet, realistische Szenarien für unterschiedliche Technologien zu erstellen und zu vergleichen. Der Psychologe Joachim Funke, der Philosoph Martin Gessmann und der Wirtschaftswissenschaftler Timo Goeschl untersuchen die Akzeptanz unterschiedlicher Technologien und die Bereitschaft der Bevölkerung, in diese zu investieren. Mit öffentlichen Diskursen, politischen Strategien und rechtlichen Instrumentarien beschäftigen sich der Humangeograph Hans Gebhardt, der Politikwissenschaftler Sebastian Harnisch sowie der Rechtswissenschaftler Rüdiger Wolfrum.

Hier ein Artikel, der zeigt, wie wenig man die Folgen menschlichen Eingriffes beim Engineering vorher einzuschätzen vermag. Und im Beispiel handelt es sich zumindest nur um die direkten – auch zeitlich direkten – Folgen des Handelns.

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