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Waldbrände in Europa werden extremer

Freitag 14. August 2009 von birdfish



Ein spanischer Greenpeace-Report beschäftigt sich damit, dass sich der Charakter von Waldbränden verändert hat.

Europas Waldbrände werden extremer
Die Waldbrände in Europa werden extremer – (c) Greenpeace

Diese werden zunehmend extremer und feuern damit den Klimawandel im wahrsten Sinne des Wortes an. Gleichzeitig ist das Phänomen des Klimawandels mitverantwortlich für diese neue Generation von Feuern. Steigende globale Temperaturen führen zu immer häufigeren Hitzewellen, die Wassermangel und Dürre auslösen – Zündstoff für die jährlichen Waldbrände.

In vielen Regionen mit mediterranem Klima, wie Griechenland, Portugal, Spanien, Australien oder Kalifornien, ist es für das Feuer dann ein leichtes, sich rasend schnell durch die trockene Vegetation hindurch zu fressen. Durch starke Winde angefacht, bedrohen die Wälderbrände immer häufiger auch bewohnte Gebiete. Sollten sich die meteorologischen Bedingungen nicht ändern, wird es in Zukunft dem Menschen nicht mehr möglich sein, die Flammen unter Kontrolle zu bringen.

Die häufigeren und stärkeren Waldbrände heizen auch den Klimawandel immer weiter an. Sie sind schon heute für etwa zehn Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich. So ist die Ausbreitung der Feuer nicht nur durch den Klimawandel bedingt, sondern sie trägt auch weiter zu dessen Zunahme bei.

In dem neuen Report werden einige der schlimmsten Fälle in Regionen mit mediterranem Klima analysiert. So verursachte zum Beispiel die extreme Hitzewelle 2003 gefährliche Waldbrände in Portugal, Südfrankreich und Italien. Aufgeführt werden weiter die Brände im Jahr 2005 in der spanischen Region Riba de Saelices, die Feuerwelle in Galizien im August 2006 und die Feuer in Griechenland und auf den kanarischen Inseln im Jahr 2007. Überdies gibt es Statistiken zur ersten Hälfte des diesjährigen Sommers. Sie alle zeigen eines ganz klar: Der Ausstoß von CO2 muss dringend eingedämmt werden, um das Klima, Ökosysteme und den Menschen zu schützen.

Das kann nur gelingen, wenn die UN-Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember ein Erfolg wird. Die Regierungen der Welt müssen sich dort auf eine drastische Reduktion der Treibhausgase verständigen: Ziel müssen 40 Prozent weniger CO2-Ausstoß im Jahr 2020 im Vergleich zu den Emissionen im Jahr 1990 sein. Um die Entwicklungsländer bei den Verhandlungen mit ins Boot zu holen, sollen die Industrienationen jährlich 110 Milliarden Euro zusagen. Auf die EU würden von dieser Summe 35 Milliarden Euro pro Jahr entfallen. Das entspricht 1,30 Euro in der Woche für jeden Europäer, ungefähr der Preis für ein kleines Glas Bier.

Mehr zum Thema gibt es bei Greenpeace Spanien. Dort gibt es auch eine Fotodokumentation der Waldbrände in Spanien und Übersichtskarten, wo es in Spanien in den vergangenen Jahren gebrannt hat.

Hier finden Sie den in spanischer Sprache vorhandenen Bericht (PDF)

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Ein Kommentar über “Waldbrände in Europa werden extremer”

  1. birdfish schrieb:

    Mit diesem Thema und den aktuellen Waldbränden in Griechenland beschäftigt sich auch der WWF:
    “Waldbrände in Griechenland: Nichts gelernt seit 2007″

    zum Artikel

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