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Nachdem Frankreich zu lange auf Atomkraft gesetzt hat, will man nun endlich aufholen

Sonntag 16. August 2009 von birdfish



Anlässlich der Eröffnung eines Unternehmens, das der amerikanische Solarmodulhersteller First Solar finanziert, betonte der französische Umweltminister Borloo den französischen Willen zur Energiewende.

Französisches Atomkraftwerk
Franzosen haben zu lange auf Atomkraft gesetzt – (c) Gabi Schoenemann / Pixelio

Das ehrgeizige Ziel der französischen Regierung sei es laut Jean-Louis Borloo, Minister fur Ökologie und Energie, Frankreich zum Weltmarktführer im Bereich der erneuerbaren Energien zu machen. Er würdigte die Bedeutung von Solarkraft, Biomasse, Erdwärme und anderen Energien und wies darauf hin, dass ausländische Investitionen in Frankreich zwar schon ganz gut seien, die Entwicklung eigener Technologien jedoch noch besser. Eine Reihe bedeutender Forschungszentren des Landes (darunter auch das Zentrum für Atomenergie) hätten sich daher 2006 zusammengeschlossen, um diesen Bereich voran zu bringen.

Die “internationale Strategie” zur Förderung nichtfossiler Energien überlässt Borloo der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien (IRENA) und betont, dass diese von seiner ehemaligen Mitarbeiterin, Helene Pelosse, geleitet wird.

Selbstkritisch ist Borloo zudem der Meinung, dass Frankreich, das seine Politik fast vollständig auf die Kernenergie ausgerichtet und die anderen Energieformen auf das Notwendigste reduziert habe, seinen Rückstand nun wieder aufholen muss.

Quelle:
Die Französische Botschaft in Deutschland

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