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Protest gegen Kohleabbau in der Arktis – Arktis-Kohle wird in Deutschland verfeuert

Mittwoch 7. Oktober 2009 von birdfish



Greenpeace-Aktivisten protestierten Anfang der Woche in Spitzbergen gegen das Auslaufen des Frachters Pascha.

Klimaschädliche Kohle für Europa
Greenpeace-Aktivisten protestieren gegen den Abbau von Kohle in der Arktis. – (c) Christian Aslund / Greenpeace

Die Pascha ist mit 70.000 Tonnen Kohle für Europa beladen. Greenpeace-Schlauchboote und die Arctic Sunrise kreuzen vor dem Frachter. Auf einem Banner ist zu lesen: “Coal fired Arctic Meltdown” (Kohleverbrennung lässt die Arktis abschmelzen).

Die Kohle aus Spitzbergen wird auch in deutschen Kraftwerken von E.ON und DongEnergy verheizt. Greenpeace fordert von der norwegischen Regierung, die Ausbeutung des fossilen Brennstoffs Kohle in der Arktis zu stoppen. Auch Merkel soll sich für die stark vom Klimawandel betroffene Arktis einsetzen. Ziel ist der Schutz der einzigartigen Region. Deshalb fordert Greenpeace von der deutschen Regierung, keine weiteren Neubauten von Kohlekraftwerken zuzulassen.

“Kohle ist Gift fürs Klima. Wer in der Arktis Kohle abbaut und an deutsche Energiekonzerne zum Verfeuern liefert, sägt an dem Ast, auf dem er sitzt”, erklärt Greenpeace-Klimaexperte Karsten Smid. “Nirgendwo schreitet der Klimawandel so stark voran wie hier in der Arktis.” Mehrere Aktivisten hatten bereits in der Nacht von Freitag auf Samstag bei eisigen Temperaturen auf dem Verladekran der Hafenanlage von Longyearben protestiert. Über 27 Stunden lang konnte damit verhindert werden, dass Kohle auf den Frachter verladen wurde.

Die Besatzung der Arctic Sunrise ist gerade von einer Expedition rund um Grönland zurückgekehrt. Zusammen mit Wissenschaftlern haben sie auf einer knapp viermonatigen Forschungsreise das Abschmelzen der Gletscher und den dramatischen Schwund des Meereises in der Arktis dokumentiert.

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