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Malte Meinshausen (PIK) gewinnt Preis für Prognosenberechnung von CO2-Emissionen

Dienstag 3. November 2009 von birdfish



Malte Meinshausen, Wissenschaftler am Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) ist jetzt mit dem Nachwuchswissenschaftlerpreis 2009 des Landes Brandenburg geehrt worden.

Malte Meinshausen
Malte Meinshausen – (c) privat

Der seit 2007 jährlich vergebene Preis würdigt herausragende Leistungen junger Wissenschaftler. Der Forschergruppe um Meinshausen war es erstmalig gelungen umfassend zu berechnen, in welchem Umfang der Ausstoß von Treibhausgasen bis 2050 reduziert werden müsste, um die globale Erwärmung mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit unter zwei Grad Celsius zu halten.

Der 34-jährige Umweltwissenschaftler Dr. Malte Meinshausen arbeitet seit 2006 als Leiter der Forschungsgruppe PRIMAP („Potsdam Real-time Integrated Model for probabilistic Assessment of emissions Paths“) am Potsdam Institut für Klimafolgenforschung an der Reduktion von Treibhausgasen. Der Laudator, Prof. Stock, zitierte aus einem der Jury vorliegenden Gutachten über die Arbeiten von Dr. Meinshausen: „Bisher war es in der Klimafolgenforschung nicht möglich, verschiedene Szenarien der Reduktion von Treibhausgasemissionen vergleichend und im Hinblick auf ad hoc definierte Begrenzungen der globalen Erwärmung sinnvoll zu quantifizieren. Erst die von Herrn Alan und Herrn Meinshausen gemeinsam publizierte Idee, dass die globale Erwärmung im Wesentlichen nur von der kumulativ emittierten Menge der Treibhausgase abhängen, hat zu einem neuen Ansatz und […] zu einem Durchbruch in dieser Sache geführt. Der daraus resultierende so genannte Budgetansatz wird in der internationalen Klimapolitik intensiv diskutiert.“

Weniger als ein Viertel der nachgewiesenen Vorkommen fossiler Brennstoffe kann bis zum Jahr 2050 noch verbrannt werden, wenn die globale Erwärmung auf zwei Grad Celsius begrenzt werden soll. Das geht aus einer Studie von Meinshausen hervor, die im April 2009 im Wissenschaftsmagazins “Nature” erschienen ist. Für diese Studie wurde erstmals berechnet, welche Menge Treibhausgase von heute bis zum Jahr 2050 in die Atmosphäre entlassen werden kann, ohne das Risiko einer Erwärmung von mehr als zwei Grad Celsius (2°C) über den vorindustriellen Wert zu stark zu erhöhen.

Website des Projektes PRIMAP (engl.)

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