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Greenpeace: 1989 – es gelang gemeinsam! 2009 – es kann nur gemeinsam gelingen!

Dienstag 10. November 2009 von birdfish



Zum 20. Jahrestag des Mauerfalls forderten Greenpeace-Aktivisten ein gemeinsames Handeln im weltweiten Klimaschutz.

Vor der polnischen Botschaft
Klimaschutz kann nur gemeinsam gelingen! (c) Paul Langrock / Zenit / Greenpeace

Kletterer hatten einen Tag vor Eröffnung der Feierlichkeiten ein 24 Meter breites und sechs Meter hohes Banner am Gebäude der polnischen Botschaft in Berlin gehängt. Ein dort angebrachtes Großbildplakat, mit dem Slogan “1989 – es gelang gemeinsam!”, war mit dem Spruch: “2009 – es kann nur gemeinsam gelingen. Kopenhagen – Klimaschutz jetzt!” ergänzt worden.

“Vor 20 Jahren ist es gemeinsam gelungen, die Kluft zwischen Ost und West zu überwinden. Jetzt muss es der Staatengemeinschaft gelingen, mit einem internationalen, ambitionierten Klimavertrag in Kopenhagen die Folgen des Klimwandels in den Griff bekommen”, sagte Greenpeace-Klimaexpertin Anike Peters. “Eine mutige und entschlossene Führung der EU und der USA ist jetzt gefordert.” Greenpeace forderte alle an den Feierlichkeiten teilnehmenden Staatschefs auf, sich gemeinsam für ein gerechtes Klimaschutzabkommen in Kopenhagen einzusetzen.

Klima-Botschaft auf einem Hausdach
Aktivisten demonstrierten auf einem Hausdach für den Klimaschutz (c) Andreas Schoelzel / Greenpeace

Am ehemaligen Grenzübergang Bornholmer Straße wurde ein Banner mit den Botschaften “1989 Mauerfall in Berlin, 2009 Klimawende in Kopenhagen!” und “Make climate change history – act in Copenhagen!” angebracht. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag des Mauerfalls hat Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Michail Gorbatschow, Lech Walesa und weiteren Zeitzeugen die Bösebrücke überquert.

“So wie diese Brücke als Symbol für eine neue Ära der Freiheit gesehen wird, muss Kopenhagen als Meilenstein für den Klimaschutz in die Geschichte eingehen”, sagte Greenpeace-Klimaexpertin Anike Peters. “Vor 20 Jahren haben die USA gemeinsam mit der Sowjetunion, Frankreich, Großbritannien und Deutschland mutig gehandelt und das scheinbar Unmögliche erreicht. Auch ein weltweites Klimaabkommen ist möglich. Dafür müssen die Industrienationen in Kopenhagen dasselbe Maß an Mut und Entschlossenheit aufbringen wie 1989!”

Bisher endeten die Vorbereitungs-Konferenzen für den Klimagipfel in Kopenhagen ohne konkrete Ergebnisse. Die Industriestaaten als Hauptverursacher des Klimawandels verweigern vor allem den vom Klimawandel besonders betroffenen Entwicklungsländern ihre Klimasolidarität. Vor allem US-Präsidenten Barack Obama gelingt es nicht, ambitionierte Klimaschutzziele gegen die Industrie im eigenen Land durchzusetzen. In der EU sind es insbesondere Deutschland und Polen, die konkrete Finanzzusagen für die Entwicklungsländer verweigern.

Um den fortschreitenden Klimawandel zu stoppen und den Temperaturanstieg auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu begrenzen, fordert Greenpeace von den Industriestaaten eine Reduzierung der Emissionen um mindestens 40 Prozent. Zur Unterstützung der Entwicklungsländer müssen die Industrieländer 110 Milliarden Euro bis 2020 bereitstellen. Mit diesem Geld sollen Urwaldschutz und Anpassungsmaßnahmen der Entwicklungsländer an die Folgen des Klimawandels finanziert werden.

“Ohne die Verständigung auf verbindliche CO2-Reduktionsziele und klare finanzielle Zusagen an die Entwicklungsländer droht die Weltklimakonferenz in Kopenhagen zu scheitern”, sagte Peters. “Hätten die Politiker vor 20 Jahren so gezögert, wäre der Eiserne Vorhang nicht gefallen.”

Die Klimakonferenz in Kopenhagen, die vom 7. bis zum 18. Dezember stattfindet, ist die historische Chance, einen international rechtsverbindliche Nachfolgevertrag für das 2012 auslaufende Kyotoprotokoll zu beschließen.

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Ein Kommentar über “Greenpeace: 1989 – es gelang gemeinsam! 2009 – es kann nur gemeinsam gelingen!”

  1. birdfish schrieb:

    Klimagipfel sprengen oder stützen?

    Die taz berichtet von den Klima-Aktivisten verschiedener Prägung und ihrem Verhalten anlässlich des bevorstehenden Klimagipfels.

    Quelle: taz vom vom 9.11.09

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