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Indonesische Behörden gehen hart gegen Klimaschutz-Aktivisten und Journalisten vor

Mittwoch 18. November 2009 von birdfish



In der indonesischen Provinz Riau greifen die Behörden hart gegen Greenpeace-Aktivisten und Journalisten durch.

Greenpeace in Indonesien unter Druck
Polizei im Klimaschutzcamp. Die Räumung wird angeordnet – (c) Teluk Meranti, IDN

Konzerne wie April, die den Urwald zerstören, bleiben unbehelligt. Dabei verstoßen die Behörden sogar gegen landeseigene Gesetze und gegen das erklärte Ziel Indonesiens, den CO2-Ausstoß zu senken. Greenpeace hat bereits beim indonesischen Botschafter in Berlin gegen diese Willkür protestiert.

Die Greenpeace-Aktivitäten auf der indonesischen Halbinsel Kampar stehen im Einklang mit den Zielen des Landes, den CO2-Ausstoß zu senken. Indonesien erreicht dieses Ziel nur, wenn es die dramatische Zerstörung der Torf-Urwälder stoppt. Die Trockenlegung und Entwaldung dieser Gebiete hat Indonesien mittlerweile zum drittgrößten CO2-Emittenten der Welt gemacht.

Das Greenpeace-Camp auf der Halbinsel Kampar ist errichtet worden, um auf die Zerstörung aufmerksam zu machen. Es steht auf dem Gebiet der Gemeinde Teluk Meranti, die den Bau ausdrücklich erlaubt hat. Eine überwältigende Mehrheit der Einwohner begrüßt und unterstützt die Greenpeace-Aktivitäten. Sie waren es auch, die durch ihre Solidarität und ihren Mut zunächst die Räumung des Camps durch die Polizei verhinderten.

Doch die lokalen Behörden haben nur vorübergehend nachgegeben. Offensichtlich gibt es Anweisung von oben, Greenpeace auf jeden Fall zu stoppen. Internationale Aktivisten wurden mit fadenscheinigen Gründen verhaftet und verhört, die meisten des Landes verwiesen. Das Gleiche erlebten zwei ausländische Journalisten. Auch die Greenpeace-Waldexpertin Corinna Hölzel wurde stundenlang verhört.

Greenpeace hat bei der indonesischen Botschaft in Berlin gegen dieses Vorgehen protestiert. Waldcampaigner Tobias Riedl übergab einen Brief an den indonesischen Botschafter. Darin fordert Greenpeace, alle festgehaltenen Mitarbeiter unverzüglich freizulassen und alles zu tun, damit die friedliche Arbeit für den Umwelt- und Klimaschutz weitergehen kann.

Wenn Sie dem Anliegen Nachdruck verleihen wollen, so können Sie hier eine E-Mail an den indonesischen Präsidenten schreiben. Fordern Sie ihn auf, die Einschüchterungsversuche der Behörden zu stoppen. Durchgreifen ist nötig – aber nicht gegen Umweltschützer sondern gegen diejenigen, die den Urwald und das Klima zerstören. Der Text ist hier bereits in englisch vorformuliert.

Hier das Greenpeace-Schreiben an den indonesischen Botschafter.

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