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Städte müssen wegen mehr Elektroautos über veränderte Infrastruktur nachdenken

Dienstag 24. November 2009 von birdfish



Elektromobile Fahrzeugkonzepte werden in den nächsten Jahren eine zunehmende Bedeutung erlangen.

Die Stadt als Katalysator für Elektromobilität
Die Stadt als Katalysator für Elektromobilität – (c) Protoscar

Wird heute der Kompetenzaufbau im Bereich Elektromobilität insbesondere hinsichtlich der Technologieentwicklung vorangetrieben und gefördert, so stehen Kommunen, Stadtplaner und Architekten vor einem ebenso großen Wandel wie die Automobilindustrie: Einerseits ermöglichen und erfordern elektromobile Fahrzeugkonzepte eine Neupositionierung der Stadtgestaltung. Andererseits lassen sich wichtige Handlungsfelder und Ziele der “Nationalen Stadtentwicklungspolitik” sowie der “Leipzig Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt” unmittelbar mit den Potenzialen elektrischer Mobilität verknüpfen.
Konkret sind für die Städte, Kommunen und Regionen die folgenden Aspekte der Elektromobilität von besonderer Bedeutung:

  • Elektromobile Fahrzeuge ergänzen den öffentlichen Personennahverkehr und sind ein wesentlicher Baustein nachhaltiger Mobilitätskonzepte in der Stadt.
  • Mit der verstärkten Nutzung elektromobiler Fahrzeuge entstehen neue Anforderungen an die städtische Infrastruktur (Aufladestationen, Parkierung, Abrechnungssysteme) und an die funktionale Verknüpfung von Verkehrsmitteln (Vernetzung mit S-Bahn, Bus-, Taxiverkehr).
  • Die Nutzung elektromobiler Fahrzeuge muss so erfolgen, dass die Verkehrssicherheit aller Nutzer des öffentlichen Raums gewährleistet ist.
  • Mit steigendem Flottenanteil tragen elektromobile Fahrzeuge zu einer Verringerung der Schall- und Luftschadstoffbelastung und damit zu einer Verbesserung der städtischen Umwelt- und Lebensqualität bei. Im nächsten Schritt ermöglichen sie “neue Nachbarschaften” bisher unverträglicher Nutzungen.

Da batterieelektrische Fahrzeuge sich aufgrund ihrer Reichweite auf absehbare Zeit nicht für Langstreckenfahrten eignen, kommt der sinnvollen Integration in die Stadt auch eine zentrale Rolle bezüglich der Diffusion von Elektrofahrzeugen in die Breite zu. Nur wenn es gelingt, die Stadtgestaltung im ersten Schritt so auszurichten, dass es für die Bürgerinnen und Bürger attraktiv ist, sich mit einem Elektrofahrzeug zu bewegen, kann in einem zweiten Schritt – nämlich dann, wenn eine kritische Masse an Elektrofahrzeugen in der Stadt erreicht ist – die gesamte Stadt von einem Zugewinn an Lebens- und Wohnqualität profitieren. Die Städte dienen damit als Katalysatoren für die Elektromobilität.

Um einen öffentlichen Diskurs über die Verknüpfung der Elektromobilität mit der städtischen Infrastruktur zu initiieren, organisiert das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO am 21. Januar 2010 in der Neuen Messe Stuttgart das Fachforum “Elektromobile Stadt”. Geladen sind hochkarätige Referenten aus Industrie, Politik, Forschung sowie Stadtplanung und Architektur, die Impulse für den öffentlichen Diskurs “Elektromobile Stadt” setzen werden.

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Ein Kommentar über “Städte müssen wegen mehr Elektroautos über veränderte Infrastruktur nachdenken”

  1. gregory schrieb:

    Danke für den spannenden Artikel, habe ihn mit großem Interesse gelesen. LG Gregory

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