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Europäischer Rat stimmt der Speicherung von CO2 unter dem Nordostatlantik zu

Freitag 4. Dezember 2009 von birdfish



Der Europäische Rat hat jetzt der Erweiterung des “Übereinkommens zum Schutz der Meeresumwelt des Nordostatlantiks (OSPAR-Übereinkommen)” zugestimmt.

Bald CO2-Verklappung im Meer
Bald CO2-Verklappung im Meer vor unserer Tür? – (c) Ingwer Hansen

Zuvor hatte das Europäische Parlament in einziger Lesung seine Stellungnahme abgegeben. Damit ist im Namen der EU nun rechtlich der Weg frei für die unterirdische Speicherung von Kohlendioxid (CO2) in geologischen Meeresformationen im Nordostatlantik.

Einige Mitgliedstaaten überlegen bereits, Kohlendioxid unter dem Meeresgrund zu speichern. Um die rechtlichen Voraussetzungen für die Speicherung von Kohlendioxidströmen in geologischen Formationen unter dem Meeresgrund im OSPAR-Meeresgebiet zu schaffen, waren Änderungen am Übereinkommens notwendig.
Mit den Ergänzungen des Übereinkommens hofft man man, dafür sorgen zu können, dass das unter dem Meeresboden eingeleitetes Kohlendioxid dauerhaft in der Lagerstätte verbleibt und keine Gefahr für die menschliche Gesundheit und das marine Ökosystem darstellt.
Das Einbringen von CO2 in die Wassersäule und auf dem Meeresboden wird in dem OSPAR-Übereinkommen untersagt. Bislang gab es in der Konvention zum Schutz des Nordostatlantiks keine Regelung zur unterirdischen Lagerung von CO2.

Ziel des OSPAR-Übereinkommens aus dem Jahr 1998 sind die Vermeidung und die Beseitigung der Meeresverschmutzung und der Schutz der Meeresumwelt gegen schädliche Auswirkungen menschlicher Tätigkeiten im Nordostatlantik. Als Vertragspartei des Übereinkommens musste die Europäische Gemeinschaft den Änderungen zustimmen, um die Vereinbarung zu ratifizieren.

Zur Begriffsklärung:

Die Nordsee gehört zu den Randmeeren des Nordostatlantik, die Ostsee zu seinen Binnenmeeren.

Nachdem der Nordostatlantik lange Jahre dem Fischfang oder auch Raubbau schutzlos ausgeliefert war, schaffte es das OSPAR-Abkommen 2003 erstmalig, ein länderübergreifendes Schutzabkommen auf den Weg zu bringen.

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