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Die Rettung der Welt in Kopenhagen

Montag 7. Dezember 2009 von birdfish



Seit heute, 7. Dezember, tagen in Kopenhagen Vertreter von 192 Staaten, um auf der UN-Klimakonferenz ein globales Klimaabkommen zu verhandeln.

Klimagipel Kopenhagen

Dieses Abkommen bewahrt die Welt vor den schlimmsten Folgen des Klimawandels. “Wir brauchen kein vages Abkommen, das zu einem unendlichen Verhandlungsmarathon führt, sondern konkrete Ergebnisse. Wir müssen das einzigartige politische Momentum für den Klimaschutz in Kopenhagen nutzen und damit unsere Lebensgrundlagen bewahren”, erklärt Regine Günther, Leiterin Klimaschutz beim WWF.

Nach Ansicht des WWF muss sich die internationale Staatengemeinschaft darauf einigen, die globale Erwärmung deutlich unterhalb der Gefahrenschwelle von zwei Grad zu begrenzen. Um diese gemeinsame Vision zu erreichen, müsse die Gruppe der Industrieländer ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um mindestens 40 Prozent unter den Wert von 1990 senken. Die USA müssen vergleichbaren Verpflichtungen zustimmen.

Damit die weltweiten Emissionen nicht weiter ansteigen, müssten auch die Entwicklungs- und Schwellenländer Maßnahmen ergreifen und ihren Treibhausgas-Ausstoß bis 2020 um mindestens 30 Prozent unter das “Business-as-usual”-Szenario reduzieren. Dabei müssen sie von den Industrieländern finanziell unterstützt werden. “Der Großteil der vorhandenen CO2-Emissionen geht auf das Konto der Industrienationen. Daher müssen diese sowohl bei der Reduzierung der Emissionen als auch bei der Finanzierung die Führungsrolle übernehmen”, so Günther. Den Entwicklungs- und Schwellenländern müsse langfristig für Klimaschutz, die Anpassung an den Klimawandel sowie den Schutz der Wälder finanzielle Unterstützung in Höhe von 110 Mrd. Euro jährlich zugesagt werden. “Am Ende des Klimagipfels muss sicher sein, dass ab 2013 ein internationaler, rechtsverbindlicher Klimaschutzvertrag in Kraft treten kann”, so Günther. “Der Erfolg in Kopenhagen ist allein eine Frage des politischen Willens.”

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2 Kommentare über “Die Rettung der Welt in Kopenhagen”

  1. birdfish schrieb:

    Wie Kopenhagen ein Erfolg würde
    Eine Einschätzung von Ottmar Edenhofer und Nicholas Lord Stern

    Ottmar Edenhofer ist Vorsitzender im Weltklimarat IPCC.
    Lord Nicholas Stern forscht an der London School of Economics and Political Science.

    Die Verhandlungen in Kopenhagen sind so schwierig, weil sich die Regierenden in den Schwellenländern in einem Dilemma befinden: In den vergangenen fünf Dekaden hat ein Anstieg des weltweiten Pro-Kopf-Vermögens um ein Prozent immer dazu geführt, dass die Kohlendioxid-Emissionen auch um ein Prozent gestiegen sind. Vor allem die Entwicklungs- und Schwellenländer befürchten, dass völkerrechtlich verbindliche Vereinbarungen zur Emissionsreduktion auch mit erheblichen Wachstumsverlusten verbunden sein werden. In den Schwellenländern hat Wirtschaftswachstum zu einer Erhöhung der Lebenserwartung geführt, die Bildungschancen von Frauen erhöht und die schlimmste Armut zurückgedrängt hat. Es ist der scheinbare Zielkonflikt zwischen Wirtschaftswachstum und Klimaschutz, der die Verhandlungen so schwierig erscheinen lässt.

    Den kompletten Artikel lesen Sie hier in der Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 5.12.09

  2. birdfish schrieb:

    Eine kurze Geschichte des Klimawandels

    schreibt uns die FAZ anlässlich des Klimagipfels.

    Hier der Artikel der FAZ vom 8.12.09

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