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Mit Obama werden nun alle Länderchefs mit größtem CO2-Ausstoß in Kopenhagen sein

Montag 7. Dezember 2009 von birdfish



Der amerikanische Präsident Obama hat angekündigt, am Treffen der Staats- und Regierungschefs bei der Weltklimakonferenz in Kopenhagen teilzunehmen.

Obama-Grafik
Obama-Grafik / Greenpeace

Am 18. Dezember, dem letzten Tag der Konferenz, wird er dabei sein. Martin Kaiser, Klimaexperte von Greenpeace und derzeit in Kopenhagen kommentiert diese Wendung.

“Die Entscheidung von Präsident Obama ist ein sehr wichtiger Schritt: jetzt sind die Oberhäupter der Länder mit dem größten CO2-Ausstoß alle an Bord in Kopenhagen. Noch nie waren so viele Regierungschefs bei einer Klimakonferenz. Damit sind alle Voraussetzungen für ein historisches Weltklimaabkommen gegeben.”

“Das persönliche Engagement der Bundeskanzlerin gegenüber Obama hat sich ausgezahlt”, bewertet Kaiser. “Aber Obama muss mehr bieten als nur einen Fototermin. Jetzt muss Frau Merkel ihre europäischen Kollegen dazu bringen, dass Europa sein CO2-Klimaziel erhöht und nicht nur 20 bis 30, sondern 40 Prozent CO2-Reduktion und ausreichende Finanzmittel für Entwicklungsländer anbietet. Nur so steigt der Druck auf die USA, China und andere, ihrerseits mehr zu tun.”

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2 Kommentare über “Mit Obama werden nun alle Länderchefs mit größtem CO2-Ausstoß in Kopenhagen sein”

  1. birdfish schrieb:

    Ein Kommentar von Christoph Bals, Germanwatch

    Bewegung und vorgetäuschte Bewegung
    Obama hat sich bewegt.

    Zumindest zeitlich. Er kommt jetzt nicht am 9. Dezember – auf der Hinreise zur Nobelpreisfeier – um eine Sonntagsrede zu halten. Sondern er kommt am Ende des Gipfels, um mit anderen Regierungschefs aus aller Welt zu verhandeln – und den Durchbruch für ein neues Abkommen zu ermöglichen. Postwendend hat auch der indische Premierminister Manmohan Singh sein Kommen angekündigt. Darum ist es sehr unwahrscheinlich geworden, dass der Gipfel in Kopenhagen formal scheitert. Die Regierungschefs kommen, um am Ende der staunenden Weltbevölkerung ein Ergebnis präsentieren. Das ist gut so. Aber es birgt auch die große Gefahr, dass dies die größte Greenwash-Show der Geschichte wird: Ziele, die durch Schlupflöcher entleert sind. Finanzversprechungen, die sich gut anhören, aber im Wesentlichen bereits zugesagte Unterstützung noch einmal zusagen. Das ganze in einer “politisch verbindlichen” – und damit unverbindlichen – Absichtserklärung, statt in einem rechtlich verbindlichen Abkommen. Jetzt gilt es genau hinzuschauen: Wer sich bewegt – und wer nur vortäuscht sich zu bewegen.

  2. [BLOCKED BY STBV] Geozon Science Media schrieb:

    Geozon berichtet über Klimagipfel Kopenhagen…

    Geozon berichtet via Twitter aktuell über wissenschaftliche Hintergründe und die Ergebnisse des Klimagipfels….

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