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Weltfeuchtgebietstag 2010 – Schutz der Feuchtgebiete als Antwort auf Klimawandel

Dienstag 2. Februar 2010 von birdfish



Der Weltfeuchtgebietstag wird seit 13 Jahren begangen und erinnert an die Unterzeichnung der Konvention über Feuchtgebiete internationaler Bedeutung (Ramsar-Konvention) in der iranischen Stadt Ramsar am 2. Februar 1971.

Biodiversität in Feuchtgebieten
Feuchtgebiete als Lebensraum – (c) Dagmar Struß

Im Jahr 2010 steht dieser Tag unter dem Motto “Caring for Wetlands – an answer to climate change”.

“Das Motto des Weltfeuchtgebietstages 2010 unterstreicht die Bedeutung des Erhalts von Feuchtgebieten im Rahmen des Klimaschutzes. Denn intakte Moore und Feuchtgebiete erfüllen wichtige ökologische Funktionen und spielen darüber hinaus als Kohlenstoff-Senken eine bedeutsame Rolle.” sagte Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), anlässlich des Weltfeuchtgebietstages. “Feuchtgebiete sind nicht nur Hot Spots der biologischen Vielfalt, sondern kommen den Menschen auf vielfältige Weise zugute, da sie Wasser speichern und damit den Abfluss von Hochwassern verzögern. Zusätzlich tragen Quellen, Flüsse, Moore, Seen und Auen zur Grundwasserreinigung und Grundwasserneubildung bei und sichern so die natürlichen Trinkwasservorräte,” so Beate Jessel.

In Deutschland beherbergen Feuchtgebiete – vom Wattenmeer und den Boddengewässern, über die größeren und kleineren Fließgewässer mit ihren Auen bis hin zu den Seen, Weihern, Teichen und Tümpeln, Mooren und Sümpfen – eine große Anzahl spezialisierter Tier- und Pflanzenarten. Durch die Zerstörung von Feuchtgebieten sind viele von ihnen stark gefährdet oder vom Aussterben bedroht.

Im Rahmen der Nationalen Biodiversitätsstrategie der Bundesregierung hat sich Deutschland zu konkreten Zielen auch im Feuchtgebietsschutz verpflichtet, um sowohl den Artenrückgang zu stoppen als auch wesentliche Beiträge zum Klimaschutz zu leisten: So sollen z. B. in allen Bundesländern bis 2010 Moorentwicklungskonzepte erarbeitet werden, deren Umsetzung bis 2025 vorgesehen ist. Bis zum Jahr 2020 sollen Fließgewässer und ihre Auen in ihrer Funktion als Lebensraum soweit gesichert sein, dass eine für Deutschland naturraumtypische Vielfalt gewährleistet ist. Der im letzten Herbst veröffentlichte Nationale Auenzustandsbericht des BfN zeigt eindrücklich wie stark der Verlust von Überschwemmungsflächen in Deutschland ist und welche Gefährdungen hiervon für den Erhalt der Biologischen Vielfalt ausgehen. Durch den Erhalt bzw. die Wiederherstellung funktionsfähiger Auen in Deutschland können hohe Kosten eingespart werden, da die durch den Klimawandel verursachten stärkeren Hochwasserereignisse volkswirtschaftlich in Deutschland weitere Schäden in mehrstelliger Milliardenhöhe verursachen werden.

Hintergrundinformationen über Feuchtgebiete finden Sie hier.

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