KLIMA-MEDIA.de Pressespiegel & Infoblog

Röttgen weist in die richtige Richtung: Unsicherste Atommeiler bald abschalten

Mittwoch 10. Februar 2010 von birdfish



„Umweltminister Röttgen weist zu Recht auf die ungelösten Fragen der schwarz-gelben Atompolitik hin.”

Norbert Röttgen
Umweltminister Röttgen spricht sich gegen Risiko-AKWs aus

Das erklärt NABU-Präsident Olaf Tschimpke zu der Debatte um den Atomausstieg zwischen Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) und seinen Kritikern in Union und FDP. “Pauschale Laufzeitverlängerungen führen zu mehr Sicherheitsproblemen, mehr Atommüll und haben keine Akzeptanz in der Gesellschaft. Röttgens Kollegen aus Union und FDP wären gut beraten, ihm inhaltlich zu folgen und nicht auf Kosten der Allgemeinheit auf stur zu schalten. Statt sich mit der ungesicherten Abschöpfung der Milliarden-Gewinne von der Atombranche ködern zu lassen, sollte die Regierung die Laufzeiten der einzelnen Atomkraftwerke nach ihrer Sicherheit bewerten.

Jetzt muss der Umweltminister seine Argumente also konsequent zu Ende führen: Die Schrottreaktoren in Biblis, Neckarwestheim, Brunsbüttel und Krümmel gehören umgehend abgeschaltet. Die anderen müssen schrittweise folgen – im gleichen Maße wie die erneuerbaren Energien konsequent und naturverträglich weiter ausgebaut werden. Dies kann aus NABU-Sicht bereits im Rahmen der heutigen Gesetzeslage organisiert werden. Gleichzeitig muss die Politik die Konzerne mit der verbindlichen Einführung einer Brennelemente-Steuer an den milliardenschweren Kosten der Atommülllagerung beteiligen.“

Schlagworte:
, , , ,

Verwandte Artikel

Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 10. Februar 2010. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

Ein Kommentar über “Röttgen weist in die richtige Richtung: Unsicherste Atommeiler bald abschalten”

  1. birdfish schrieb:

    Merkel geht auf Distanz zu Röttgen

    Im Streit über den Atomausstieg ist Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf Distanz zu ihrem Umweltminister und Parteifreund Norbert Röttgen gegangen. Regierungssprecher Ulrich Wilhelm nannte alle Vorfestlegungen verfrüht. Röttgen hatte zuvor deutlich gemacht, dass die Bedingungen für einen Ausstieg aus der Atomenergie spätestens 2030 erfüllt seien. Laut Umweltbundesamt könnten die Atomkraftwerke schon in gut zehn Jahren und damit im bisherigen Ausstiegszeitplan durch erneuerbare Energien ersetzt werden. [...]

    Quelle und ausführlicher Artikel: WELT Online vom 22.02.2010

Kommentar schreiben