EU-Wirtschaftsminister pushen Elektroautos – Sinnvoll nur mit ökologischer Stromquelle
Mittwoch 17. Februar 2010 von birdfish
Beim inoffiziellen Treffen der EU-Wirtschaftsminister in San Sebastian wurde das Projekt zur Förderung von Elektrofahrzeugen offiziell beschlossen.

Elektroauto – (c) Daniel Litzinger / Pixelio
Spaniens Industrieminister Miguel Sebastian sagte, er unterstütze die Pläne seines Ministerpräsidenten José Zapatero, Elektroautos für Europas Straßen zu entwickeln. Die Initiative von Zapatero steht im Mai auf der Agenda des EU-Wettbewerbsrates.
Im Januar präsentierte Zapatero dem Europäischen Parlament seine Ideen, wie er mit einem großen Forschungsprojekt für Elektroautos gegen Wirtschaftskrise und Klimawandel vorgehen will. Auch Deutschland und Frankreich haben sich das Thema auf die Fahnen geschrieben. So einigte sich der deutsch-französische Ministerrat Anfang Februar darauf, einen einheitlichen Standard für Elektrofahrzeuge zu schaffen. Die Gegend zwischen Stuttgart und Straßburg ist als Modellregion vorgesehen, in der grenzüberschreitende Tests mit den neuen Autos durchgeführt werden sollen.
Eine Studie der CE Delft Umweltberatung dämpft die Euphorie der Befürworter von Elektroautos als Wundermittel. Die Verfasser der Studie kommen zu dem Schluss, dass der Einsatz der batteriebetriebenen Fahrzeuge nur dann klima- und umweltfreundlich ist, wenn die Stromquelle auch ökologisch ist. Daher fordern Umwelt- und Verkehrsverbände, dass die EU-Mitgliedstaaten den Anteil an erneuerbaren Energien erhöhen und den Ursprung des Stroms an den Batterieladestationen nachweisen sollen.
Schlagworte:
Elektromobilität, Energie, EU, Forschung, Industrie, Verkehr, Wettbewerb, WirtschaftVerwandte Artikel
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Mittwoch 17. Februar 2010 um 11:10
Dass das Elektroauto ausschließlich mit regenerativ erzeugtem Strom umweltfreundlicher ist als das Spritauto ist so nicht richtig und leider werden aus der Studie nicht die korrekten Rückschlüsse gezogen.
Aus der Studie ist vielmehr zu entnehmen, dass das Elektroauto auf jeden Fall im Ausstoß von Emissionen besser ist, auch mit dem EU Strommix.
Bemängelt wird vielmehr die Gesetzteslage die es den Herstellern erlaubt den CO2 Ausstoß ihrer Flotten schön zu rechnen. Das ist ein politisches und kein technisches Problem.
Ohne Frage ist es natürlich, zu fordern die elektrische Mobilität nur in Verbindung mit regenerativ erzeugtem Strom zu fördern, aber das ist ja auch eine Sache der Politik !
Leider wurde aus der Studie von Greenpeace und anderen Verbänden ein vollkommen falsches Resümee gezogen und wird auch unkommentiert von den Medien so weitergetragen.
Macht sich denn keiner der Jounalisten die Mühe, diese Studie auch mal zu lesen und eigene Rückschlüsse zu ziehen ?
Nur weil eine große und angesehene Umweltorganisation etwas von sich gibt muss es nicht unbedingt immer die ganze Wahrheit sein, etwas mehr Skepsis und Kontrolle wäre angebracht !
Erneuerbare Grüße
Jim Bob