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Yvo de Boer wirft nach Kopenhagen das Handtuch und wechselt in die Wirtschaft

Freitag 19. Februar 2010 von birdfish



Yvo de Boer, Exekutivsekretär der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC), hat angekündigt, zum 1. Juli zurück zu treten.

Yvo de Boer
Yvo de Boer – (c) Jan Golinski / UNFCCC

De Boer hat den Posten als Exekutivsekretär seit 2006. Seitdem hat er die weltweiten Klimaverhandlungen organisiert – zuletzt den gescheiterten Klimagipfel in Kopenhagen. Im Frühjahr hatte man noch Hoffnung für die Gespräche, insbesondere durch die neuerlichen Signale aus den USA. Im September befürchtete de Boer bereits, dass man beim seinerzeitigen Stand der Verhandlungen in Kopenhagen nur noch Eckpunkte festlegen könnte. Im Dezember platzte schließlich auch noch dies und heraus kam nur noch ein unverbindliches Papier. Für jemanden, der jahrelang intensivst an einem gehaltvollen Papier für den Klimaschutz gearbeitet hat, ein mehr als ernüchterndes Ergebnis.

Nun wird de Boer als “globaler Berater für Klima und Nachhaltigkeit” zu dem Consultingunternehmen KPMG wechseln und zudem mit Universitäten zusammenarbeiten. Der Niederländer begründete seinen Schritt auch mit der Aussage, dass die Politik nur Rahmenbedingungen setzen könne, jedoch nur die Wirtschaft wirklich etwas an den Klimazielen ändern könne. Er empfände seinen Wechsel in die Wirtschaft somit auch als Chance, auf dieser Seite etwas zu bewegen.

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