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Die Bahn ist (k)ein umweltfreundliches Verkehrsmittel – noch 40 Jahr Kohlestrom?

Donnerstag 4. März 2010 von birdfish



Unschuldig, leise und sauber kommen sie daher – die Züge von heute.

Deutsche Bahn und Kohlestrom
Deutsche Bahn und Kohlestrom – (c) Greenpeace

Sie fahren mit Strom und erzeugen keine direkten Abgase mehr. Die qualmen dafür aus den Schloten der Stromerzeuger. Nach 175 Jahren Eisenbahngeschichte setzt die Bahn noch immer auf dreckige, klimaschädliche Kohlekraft.

Die Deutsche Bahn stellt sich als “Vorreiterin im Klimaschutz” dar. DB-Vorstandschef Dr. Rüdiger Grube wirbt damit, dass sechs ICE-Züge künftig mit Windenergie fahren sollen. Sechs windkraftgetriebene ICE – angesichts der globalen Erwärmung ein lächerlich kleines Projekt. Tatsächlich bezieht die Bahn 56 Prozent, also über die Hälfte ihres Stroms aus Stein- und Braunkohlekraftwerken.

Damit nicht genug: Derzeit lässt die Bahn sogar ein neues Kohlekraftwerk für sich bauen – Datteln 4 bei Dortmund. Das E.ON-Kraftwerk in Nordrhein-Westfalen wird der größte Kraftwerksblock Europas, ein gigantischer Klimakiller mit sechs Millionen Tonnen CO2-Ausstoß pro Jahr. 40 Prozent des erzeugten Stroms sollen über mindestens 40 Jahre hinweg an die Deutsche Bahn geliefert werden.

Die Weichen für die Zukunft werden JETZT gestellt. Als echter Vorreiter im Klimaschutz muss die Bahn aus dem Bauprojekt Datteln 4 aussteigen. Und sie muss Schritt für Schritt aus der dreckigen Stromversorgung aus- und auf Ökostrom umsteigen.

Wenn Sie die Bahn mobil machen wollen, können Sie hier bei Greenpeace eine Online-Petition unterstützen.

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