NGO befürchten unverbindliche EU-Kriterien für ökologisch gesunden Zustand der Meere
Freitag 5. März 2010 von birdfish
Nach Auffassung von Seas of Risk muss die Europäische Kommission ganz klare Kriterien vorschlagen, die den guten ökologischen Zustand der Meere definieren.

EU muss ökologisch gesunde Meere definieren – (c) Ingwer Hansen
Der Zustand soll auf Grundlage von elf sogenannten Deskriptoren bewertet werden, zum Beispiel Stand der Artenvielfalt oder menschliche Einflüsse wie Fischen oder Meeresverschmutzung. Eine solche detaillierte Auflistung von Kennwörtern soll es den Mitgliedstaaten erleichtern, Maßnahmen zur Umsetzung der Meeresstrategie zu ergreifen, wie der Informationsdienst ENDS Daily berichtet.
Die Meeresschutzorganisation SAR befürchtet, dass die Kriterien, die die Europäische Kommission entwickelt, nicht verbindlich genug sind. Zudem hätten die Mitgliedstaaten zu viel Spielraum, wie sie den guten ökologischen Zustand ihrer Meere definieren können. Bis 2012 müssen die EU-Länder anhand der Kriterien die Qualität ihrer Meeresgewässer bestimmen, bis 2020 habe sie Zeit Ziele zur Verbesserung zu beschließen.
Die europäische Meeresstrategierichtlinie von 2008 (PDF, engl.)
Schlagworte:
Biodiversität, EU, Flüsse, Maßnahmen, Ostsee, Umfragen, WasserVerwandte Artikel
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