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Polizei stoppte gefährlichen Uran-Transport

Montag 15. März 2010 von birdfish



Die Polizei hat vergangene Woche nahe Bremen einen Uranhexafluorid (UF6)-Transport gestoppt.

Gefährlichen Container gestoppt
Sattelzug mit offenem Container. Der transportierte Behälter enthält 15 Tonnen radioaktives UF6. – (c) Polizei Bremen

Der radioaktive Stoff wird zur Herstellung von Atombrennstäben benötigt. Den Beamten war der schlechte Zustand des offenen Containers aufgefallen, in dem der UF6-Behälter transportiert wurde. UF6 reagiert mit Wasser zu hochgiftiger Flusssäure. Dafür reicht schon Luftfeuchtigkeit.

Einer Meldung der Polizei Bremen zufolge ist der extrem durchgerostete Container aus den USA per Schiff nach Hamburg gekommen. Dort wurde er auf einen Sattelzug verladen und auf der A1 weitertransportiert. Ziel: die Urananreicherungsanlage in Gronau.

Die Beamten der Polizei stellten an dem offenen Container “extrem starke Durchrostungen an tragenden Bauteilen” fest. Ein sicherer Transport sei nicht gewährleistet gewesen. In diesem Zustand ist das Gefahrgut vom Hamburger Hafen quer durch die Stadt und über Land gefahren worden.
Unglaublich rostig und gefährlich
Ein völlig verrosteter Container mit radioaktivem uranhaltigem Stoff wurde quer durch Hamburg und über die A1 transportiert, bis zufällig aufmerksame Polizisten den gefährlichen Transport stoppten. (c) Polizei Bremen

Unglaublich, wie verantwortungslos Atomtransporte durchgeführt werden”, sagt Tobias Riedl von Greenpeace. “Sollte ein solcher Transport leckschlagen, kann das verheerende Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung haben. Ein weiteres Beispiel für die die enormen Gefahren, die die Atomkraft mit sich bringt. Sicherheit bringt nur der Atomausstieg!”

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