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EU soll bei Industrieemissionen die beste verfügbare Technik zur Pflicht machen

Freitag 16. April 2010 von birdfish

Umweltorganisationen haben das EU-Parlament aufgefordert, bei der Neuregelung über industrielle Verschmutzung hohe Umweltstandards für die verwendete Technik einzuführen.

Köln versinkt im Feinstaub
Viele Städte – hier Köln – versinken im gesundheitsgefährdenden Feinstaubnebel – (c) Thomas Max Müller / Pixelio

Anlass war das Ergebnis einer Studie, wonach Emissionen britischer Anlagen die Luftqualität in den Niederlanden stärker beeinflussen als die eigenen Anlagen vor Ort.

Die Studie wurde von der niederländischen Beraterfirma TNO im Auftrag der Niederländischen Gesellschaft für Natur und Umwelt (Natuur en Milieu) durchgeführt. Das Ergebnis: drei große britische Kraftwerke verursachen in ländlichen Regionen der Niederlande mehr Stickstoff, Schwefelsäure und Feinstaub als die elf niederländischen zusammen. TNO untersuchte die in den Niederlanden messbaren Emissionen des DRAX-Kraftwerkes in Selby, von Kingsnorth in Kent sowie das Aberthaw Kraftwerk in der Nähe von Cardiff.

Natuur en Milieu und das Europäische Umweltbüro (EEB) in Brüssel forderten das EU-Parlament auf, bei der Abstimmung über die neue Richtlinie über die integrierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung (IVU) Ende April gegen lasche Ausnahmeregelungen zu stimmen und Neuanlagen und bestehende Industrieanlagen auf den neuesten Umweltstandard zu bringen.

Die EU-Mitgliedstaaten müssten ihre Genehmigungspraxis für Industrieanlagen endlich auf ein einheitliches, hohes Umweltschutzniveau bringen. Das würde auch die grenzüberschreitende Umweltverschmutzung verringern. Wenn die beste verfügbare Technik in Großbritannien beachtet würde, so die Umweltverbände, wäre die Feinstaubbelastung in den Niederlanden deutlich geringer.

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