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Wassermanagement ist in Lima wegen anhaltender Wasserknappheit notwendig

Mittwoch 21. April 2010 von birdfish



Bereits seit eineinhalb Jahren forscht eine Gruppe von Wissenschaftlern aus Deutschland und Peru gemeinsam an “LiWa”.

LiWa-Projektgruppe traf sich
LiWa-Projektgruppe traf sich in Suderburg – (c) Linda Kreis

Die Rede ist von einem Forschungsprojekt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bis ins Jahr 2013 mit einem Gesamtvolumen von etwa 2 Millionen Euro gefördert wird. Neun Forschungseinrichtungen aus Deutschland und Peru arbeiten in diesem Projekt zusammen, darunter auch die Fakultät Bau-Wasser-Boden der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften in Suderburg. Ziel des Forschungsvorhabens ist die konzeptionelle Entwicklung von Lösungsvorschlägen für das nachhaltige Management von Wasser und Abwasser in der Metropolregion Lima.

Megastadt Lima

Lima ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt sowie das bedeutendste Wirtschafts- und Kulturzentrum von Peru mit zahlreichen Hochschulen, Museen und Baudenkmälern. Die Altstadt von Lima wurde 1991 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Mit rund 8 Millionen Einwohnern zählt die peruanische Hauptstadt zu den Megastädten. Etwa 3.000 Menschen verteilen sich derzeit auf einen Quadratkilometer Fläche Lebensraum. Experten prognostizieren bis zum Jahr 2025 weitere vier Millionen Menschen – und damit den Kollaps für die Metropolregion.

Ein wesentliches Problem, das es im Rahmen des LiWa-Forschungsprojektes bestmöglich zu entschärfen gilt, ist die extreme Wasserknappheit in Lima. Bereits seit Jahren kämpft die Metropolregion dagegen an. Die Hauptursache ist in der geografischen Lage zu sehen, denn Lima liegt an der Westküste von Peru. Während in großen Teilen von Peru – östlich der Anden – tropisches Klima herrscht, liegt Lima in der Küstenregion mit Wüstenklima. Es werden jährlich nur etwa 10 mm Niederschlag verzeichnet. Die Wasserversorgung hängt am “Tropf” des Schmelzwassers aus den Anden, das vor allem über den Rio Rimac Richtung Pazifik fließt. Aufgrund des steigenden Wasserverbrauchs wird jedoch zunehmend auch auf das Grundwasser zurückgegriffen mit der Folge, dass die Quellen übermäßig beansprucht sind.

“Erschwerend kommen die Auswirkungen des Klimawandels hinzu wie das Abschmelzen der Gletscher, die Erhöhung des Meeresspiegels sowie die damit verbundenen Veränderungen der Temperaturen und Niederschläge. Die Situation in Regionen, die bereits unter extremer Wasserknappheit leiden, wird sich weiterhin verschärfen”, sagt Prof. Dr. Artur Mennerich, Projektleiter LiWa an der Ostfalia Hochschule in Suderburg.

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