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Der Carbon Footprint von Kapitalanlagen – Wie legt man Geld an für den Klimaschutz?

Montag 26. April 2010 von birdfish



adelphi untersucht im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) die Klimaintensität von Kapitalanlagen und ihre Auswirkungen auf den Klimaschutz.

Studie: Der Carbon Footprint von Kapitalanlagen
Studie: Der Carbon Footprint von Kapitalanlagen

Eine erfolgreiche Klimaschutzpolitik erfordert erhebliche Anstrengungen in Wirtschaft und Gesellschaft. Große Summen müssen investiert und tiefgreifende strategische Entscheidungen getroffen werden, um den globalen Temperaturanstieg auf die maximal vertretbaren 2 Grad zu begrenzen. Investoren spielen bei der Neugestaltung einer treibhausgasarmen Wirtschaft eine wichtige Rolle. Dies gilt sowohl für die Bereitstellung des notwendigen Kapitals als auch für ihre aktive Rolle als Eigentümer von Unternehmen.

Klimaschutz und Kapitalanlage

Wie kann die Treibhausgasintensität von Kapitalanlageprodukten berechnet und dargestellt werden? Inwiefern können klimafreundliche Kapitalanlagen zum Klimaschutz beitragen? Auf diese Fragen liefert adelphi in den beiden Studien „Der Carbon Footprint von Kapital-anlageprodukten“ und „Klimaschutz durch Kapitalanlagen“ neue Antworten. Beide Untersuchungen wurden im Auftrag des BMU angefertigt und im Rahmen der Aktionswoche „Klima und Finanzen“ umgesetzt.

Der Carbon Footprint von Kapitalanlageprodukten

Wie kann die Treibhausgasintensität von Kapitalanlageprodukten berechnet und dargestellt werden?
Die Studie „Der Carbon Footprint von Kapitalanlageprodukten“ zeigt, dass private Kapitalanlagen in erheblichem Maß mit Treibhausgasemissionen verknüpft sind. Wer sein Kapital richtig einsetzt, kann so entscheidend zum Klimaschutz beitragen. Pro 10.000 investierten Euro in konventionelle Kapitalanlageprodukte werden derzeit Treibhausgasemissionen in Höhe von fünf Tonnen mitfinanziert. Klimafreundliche Kapitalanlagen reduzieren die finanzierten Treibhausgasemissionen durchschnittlich um rund 42 Prozent. In einzelnen Produktkategorien lassen sich Einsparungen zwischen 35% und 87% realisieren.

Gleichwohl gibt es sowohl bei klimafreundlichen als auch konventionellen Anlageprodukten noch weiteres Optimierungspotential hinsichtlich der Treibhausgasintensität.Klimaschutz durch Kapitalanlagen

Inwiefern können klimafreundliche Kapitalanlagen zum Klimaschutz beitragen?

Klimafreundliche Investoren üben einen nennenswerten Einfluss auf Unternehmen aus – so die Ergebnisse der Studie „Klimaschutz durch Kapitalanlagen“. Während in einigen Technologieunternehmen bereits Finanzierungseffekte klimafreundlichen Kapitals nachgewiesen werden konnten, ist generell eine institutionelle Stärkung von Klimaaktivitäten in Unternehmen zu beobachten. Im Ergebnis hat dies zu einer verbesserten Treibhausgasberichterstattung sowie der Einhaltung strengerer Emissionsreduktionsziele geführt. Auch Produktionsprozesse und Produkte werden durch die Anforderungen der Investoren klimafreundlicher gestaltet. Die Studie benennt darüber hinaus auch Instrumente, die klimafreundliche Investoren nutzen sollten, um die positive Wirkung klimafreundlicher Kapitalanlagen weiter zu erhöhen. Es zeigt sich, dass gerade der Mittelstand bislang nur selten von klimafreundlichen Investoren erreicht wird.
Studie: Der Carbon Footprint von Kapitalanlageprodukten (PDF)

Studie: Klimaschutz durch Kapitalanlagen (PDF)

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