Hälfte der EU-Staaten hält vorgegebene Grenzwerte für Luftschadstoffe nicht ein
Dienstag 18. Mai 2010 von birdfish
Rund die Hälfte der EU-Mitgliedstaaten kann die vorgegebenen Grenzwerte für Luftschadstoffe im Jahr 2010 voraussichtlich nicht einhalten.

Autoabgase haben großen Anteil an der Überschreitung der Grenzwerte – (c) Rainer Sturm / Pixelio
Das hat die Europäische Umweltagentur (EEA) hochgerechnet.
Die größten Schwierigkeiten gibt es – wie in den Vorjahren – bei den Stickoxiden. Hauptverursacher ist der Straßenverkehr und die ungenügenden Emissionsreduktionen.
Die Grenzwerte für bestimmte Luftschadstoffe ist in der Richtlinie über nationale Emissionshöchstmengen (NEC-Richtlinie) festgelegt. Die Richtlinie 2001/81/EG legt nationale Höchstgrenzen für die Emissionen von Schwefeldioxid (SO2), Stickstoffoxiden (NOx), flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) und Ammoniak (NH3) fest.
Nach Berechnungen der EEA werden Slowenien, Schweden und Großbritannien die NOx-Werte um 1-5 Prozent überschreiten, Österreich dagegen um 42 Prozent, Belgien um 43 und Irland um 47. Frankreiche und Spanien liegen mit 32 beziehungsweis 28 Prozent im Mittelfeld.
Deutschland wird die nationalen Emissionshöchstmengen bei Stickstoffoxiden und Ammoniak überschreiten, bei Ammoniak um über 10 Prozent. Alle EU-Staaten bis auf Malta erreichen ihre Schwefeldioxidgrenzwerte, Spanien erreicht zwar die SO2-Grenzwerte, überschreitet aber bei allen anderen Luftschadstoffen sein Limit.
Datengrundlage waren Zahlen, die die Mitgliedstaaten im Dezember 2009 gemeldet haben.
Schlagworte:
Aerosole, Auto, CO2, Dieselruß, EU, Gesundheit, Industrie, VerkehrVerwandte Artikel
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