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Globale Partnerschaft zum Waldschutz will Maßnahmen gegen Entwaldung finanzieren

Dienstag 8. Juni 2010 von birdfish



Mehr als 50 Industrie- und Tropenländer haben Ende Mai auf der Osloer Klima- und Waldkonferenz eine globale Partnerschaft zum Waldschutz unterzeichnet.

Wälder in Borneo
Besonders gefährdet: Wälder in Borneo – Foto: Alfred Patz / Pixelio

Bis 2012 soll eine Summe von vier Milliarden Dollar zusammenkommen, um Maßnahmen gegen die Entwaldung zu finanzieren. Deutschland beteiligt sich mit 350 Millionen Euro. Ziel ist die Reduzierung des durch Abholzung der tropischen Regenwälder entstehenden Treibhausgases CO2. Die Partnerschaft soll den UN-Verhandlungsprozess um ein neues Klimaabkommen unterstüzten und zu mehr Transparenz bei der Finanzierung von internationalen Initiativen gegen die Abholzung von Tropenwäldern beitragen. Eine internationale Agentur für den Schutz der Wälder soll künftig dafür sorgen, dass weniger tropischer Regenwald vernichtet und so dem Klimawandel begegnet wird. Ihre Einrichtung ist im Waldschutzabkommen REDD plus vorgesehen, das beim Kopenhagener Weltklimagipfel im vergangenen Dezember beschlossen wurde.

Etwa ein Fünftel der weltweiten CO2-Emissionen entstehen durch Entwaldung. Am Rande der Verhandlungen der Oslo Klima- und Waldkonferenz hatte der indonesische Premier Yudhoyono ein zweijähriges Moratorium auf neue Genehmigungen zur Abholzung von Regenwaldflächen für neue Plantagen angekündigt. Indonesien gehört durch die hohen CO2-Emissionen durch Abholzung des Regenwaldes zu den größten Verursachern des Treibhausgases.

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