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Engagement der Wirtschaft für den Erhalt von Lebensräumen und Arten wird gefordert

Freitag 16. Juli 2010 von birdfish



In London wurde jetzt der dritte Teil der Studie „The Economics of Ecosystems and Biodiversity“ (TEEB) vorgestellt.

Kiebitz: fast verschwunden
Durch intensive Landwirtschaft fast verschwunden: der Kiebitz – Foto: Jala 7 / Pixelio

Der NABU fordert als Reaktion auf die Studie ein klares Umdenken und verstärktes Engagement der Wirtschaft für den Erhalt von Lebensräumen und Arten. Laut TEEB-Studie verursachen Unternehmen in Natur und Umwelt Schäden von etwa 2,2 Billionen US-Dollar im Jahr. Andererseits werden jährlich allein mit ökologisch zertifizierten Agrarprodukten über 40 Milliarden US-Dollar umgesetzt, Tendenz steigend. „Wer die Natur schädigt, zerstört die Märkte der Zukunft. Natur und Arten zu erhalten sollte daher im ureigenen Interesse eines Unternehmens liegen“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Zudem lehnten über 80 Prozent der Verbraucher Produkte ab, deren Herstellung Schäden an Natur und Umwelt verursachen.

Die weltweite Untersuchung zeige erneut, dass sich die Rücksichtnahme auf die biologische Vielfalt rechne und unternehmerischer Erfolg und der Erhalt von Arten und Lebensräumen untrennbar miteinander verknüpft seien. Neben den Kooperationen mit einzelnen Unternehmen hat der NABU daher Anfang des Jahres 2007 die NABU-Unternehmerinitiative gegründet. Mit dieser Plattform reagiert der NABU auf das zunehmende Interesse mittelständischer Unternehmen, verantwortlich zu handeln und sich für Natur- und Umweltschutz einzusetzen. „Wir wollen beweisen, dass Ökologie und Ökonomie keine Gegensätze sind, sondern gemeinsam eine lebenswerte Zukunft gestalten können und müssen“, so Tschimpke. Der Austausch zwischen Naturschutz und Wirtschaft sei eine zentrale Voraussetzung dafür, Vorurteile und gegenseitige Blockaden zu überwinden.

Deutschland hatte die TEEB-Studie im Rahmen seiner G8-Präsidentschaft im Jahr 2007 gemeinsam mit der EU-Kommission initiiert, um den ökonomischen Wert der Natur besser einschätzen zu können, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Schädigung von Ökosystemen zu erfassen und somit die Kosten des Nicht-Handelns zu beziffern.

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