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Dach verpachten oder Dach pachten: Dachbörsen werden immer beliebter

Dienstag 20. Juli 2010 von birdfish



Solaranlagen sind eine Investition in die Umwelt. Aber auch in den eigenen Geldbeutel.

Dächer für Solarenergie pachten und verpachten liegt im Trend
Dächer für Solarenergie pachten und verpachten liegt im Trend – Foto: Dagmar Struß

Der sauber erzeugte Strom erfreut sich immer größerer Beliebtheit, vor allem, weil Betreiber durch die Einspeisevergütung der Bundesregierung für 20 Jahre von einem beträchtlichen Zusatzeinkommen profitieren können. Das gilt auch noch nach der Senkung der Einspeisevergütung.
Aber was tun, wenn man kein eigenes Dach hat bzw. nicht über die finanziellen Mittel verfügt, um sein Dach mit einer Photovoltaikanlage zu bebauen? Die einfachste Lösung ist wie meistens die praktikabelste: Flächenbesitzer, die sich keine eigene Anlage leisten können, verpachten ihr Dach an Investoren, die wiederum kein eigenes Dach haben.
Das Prinzip ist nicht neu – Mobilfunkanbieter pachten bereits Flächen für ihre Funkmasten und vergüten die Besitzer für ihre Dienste.

Neu ist jedoch das Prinzip der Dachbörsen.
Dachbörsen geben Flächenverpächtern die Möglichkeit, ihre Dächer kostenlos zu präsentieren. Die Investoren können über die jeweiligen Plattformen mit ihnen in Kontakt treten. Eine aussagekräftige Präsentation der Flächen hilft den Investoren bei der Auswahl und spart beiden Parteien viel Zeit. Flächenbesitzer können bereits online interessante Angebote und Investoren auswählen – Investoren sehen auf den ersten Blick, ob ein Projekt für sie in Frage kommen könnte.

Aber wer investiert eigentlich in fremde Dächer?
Ein Zusatzeinkommen und ein gutes Gewissen – das hat man sicherlich nicht bei allen Geldanlagen. Die Investition in eine Photovoltaikanlage schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe. Gleichzeitig ist sie sehr sicher und rentabel. Damit ist diese Geldanlage nicht nur für Firmen interessant – auch viele Privatleute entschließen sich, von der Photovoltaik zu profitieren und pachten gerne kleinere Dächer.

Und warum sollte ich mein Dach verpachten?
Die Frage ist berechtigt – schließlich ist eine eigene Solaranlage lukrativer. Beziehe ich doch dadurch die komplette Einspeisevergütung und nicht nur die anteilige Pacht. Trotzdem ist die Verpachtung gerade für Besitzer großer Flächen eine attraktive Alternative. Besitzer von Reithallen, Ställen oder anderen Hallen verfügen oft nicht über die finanziellen Mittel, die vielen 1.000 m² zu bebauen. Die Pacht der Investoren ist dann natürlich günstiger, als die Dächer vollständig leer stehen zu lassen.
Flächenbesitzer können aber auch auf ihre Pacht verzichten und sich stattdessen ihr Dach vom Investor renovieren lassen. Gerade Besitzer älterer Häuser greifen gerne auf dieses Modell zurück.

Weitere Informationen zu Dachbörsen finden Sie unter www.sonnen-gaertner.de oder in diesem Artikel

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