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Kernfusion: Die EU finanziert strahlend weiter

Donnerstag 22. Juli 2010 von birdfish

Die Mitgliedstaaten der EU haben sich darauf geeinigt, das Atom-Projekt ITER mit weiteren 1,4 Milliarden Euro in den Jahren 2012 und 2013 zu finanzieren.

Kernfusion: Reaktoren dienen bisher zu Versuchszwecken und sind nicht zur Energieerzeugung geeignet
Kernfusion: Reaktoren dienen bisher zu Versuchszwecken und sind nicht zur Energieerzeugung geeignet – Abbildung: Wykis / Wikipedia

Das entschied der Ministerrat für Landwirtschaft Mitte Juli.
Noch vor Beginn der Hauptbauaktivitäten sind die erwarteten Kosten für das Projekt bereits um ein dreifaches gestiegen.

Für die Zusatzfinanzierung forderte der Rat die Kommission auf, Gelder, die eigentlich für Programme für Bildung, Armutsbekämpfung, Innovation, nicht-nukleare Forschung, Verkehr- und Energienetze vorgesehen waren, umzuwidmen. Einer Umwidmung müsste das Parlament zustimmen.

Rebecca Harms, Vorsitzende der Grünen/EFA-Fraktion im europäischen Parlament bedauerte, dass die Entscheidung ohne Diskussion in Rat oder Parlament fiel: „Die heutige Entscheidung beweist eindrucksvoll die Unfähigkeit, getroffene Entscheidungen zu überdenken und neuen Situationen anzupassen. Die Atomfusion wird in den kommenden Jahrzehnten keinen Beitrag zur Stromversorgung der EU leisten können – vielleicht auch niemals. Mehrere Studien haben in diesem Jahr gezeigt, dass Erneuerbare Energien bis 2050 den gesamten Energiebedarf der EU decken können. Die Atomfusion wird bis dahin nicht kommerziell betrieben werden, sie ist somit irrelevant für die europäische Energiezukunft.“

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