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Weltweites Abkommen zu CO2-Senkung bei neuen Schiffen ist offenbar gescheitert

Mittwoch 13. Oktober 2010 von birdfish



Das erste internationale Abkommen zur Senkung des CO2-Ausstoßes von neuen Schiffen ist offenbar gescheitert.

Zeit für CO2-Richtwerte auch bei Schiffen
Zeit für CO2-Richtwerte auch bei Schiffen – Foto: siepmannH / pixelio

Einige Schwellenländer wie China, Indien, Brasilien und Südafrika lehnten Anfang Oktober bei einem Treffen der Internationalen Meeresorganisation (IMO) in London einen entsprechenden Verordnungsentwurf ab.

Dieser sah verbindliche Energieeffizienzstandards für neue Schiffe vor, die eine wichtige Rolle für die Reduzierung von Treibhausgasmissionen im Schiffsverkehr spielen. Die Länder begründeten ihr Nein damit, dass die geplanten Maßnahmen unterschiedslos für alle gegolten hätte. Sie plädieren für “differenzierte Verantwortlichkeiten” gemäß dem Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC). Das widerspricht allerdings dem Gleichbehandlungsprinzip der IMO.

Der europäische Verkehrs- und Umweltverband Transport and Environment (T&E) bezeichnete das Verhalten der Schwellenländer als verpasste Chance. Denn von einem geringeren Energieverbrauch neuer Schiffe hätten schließlich alle Länder profitiert. Eine klimarelevante Politik gehe alle etwas an. Mitte 2011 stehen sowohl die Maßnahmen für Energieeffizienz als auch die Emissionsreduzierung erneut auf der Tagesordnung der IMO.

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