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Umweltministerium: Forschungsförderung für erneuerbare Energien soll deutlich steigen

Donnerstag 28. Oktober 2010 von birdfish



Staatssekretärin Reiche aus dem Bundesumweltministerium bezeichnete in ihrer Rede die Entwicklung hin zu erneuerbaren Energien als zentrale energiepolitische Aufgabe.

Übergabe des FVEE-Beitrag an BMWI und BMU
Übergabe des FVEE-Beitrags an BMWI und BMU – Foto: FVEE

Nach den Plänen der Bundesregierung soll insbesondere die anwendungsorientierte Forschung für erneuerbare Energien und Energieeffizienz aus dem Sondervermögen “Energie und Klimafonds” im Rahmen des Energiekonzepts deutlich verstärkt gefördert werden.
Katherina Reiche betonte, dass der dafür notwendige Strukturwandel eine tief greifende Modernisierung der Energiewirtschaft verlange. Eine innovative, anwendungsorientierte Energieforschung mit dem Ziel, den erneuerbaren Energien den Weg zur Marktdurchdringung zu ebnen sei hierfür eine wichtige Basis. Damit werde ein wesentlicher Beitrag geleistet, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands auf wichtigen Zukunftsmärkten auch mittel- und langfristig zu sichern.

Diese Rede hielt sie auf der Jubiläumsfeier des ForschungsVerbunds Erneuerbare Energien, der sein zwanzigjähriges Bestehen feierte. Mit rund 400 Teilnehmenden aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft feierte der ForschungsVerbund Erneuerbare Energien sein zwanzigjähriges Bestehen auf seiner Jahrestagung “Forschung für das Zeitalter der erneuerbaren Energien” in Berlin unter der Schirmherrschaft des Bundesforschungsministeriums und des Bundesumweltministeriums.

Auf der Jahrestagung betonten die Wissenschaftler der Mitgliedsinstitute in ihren Vorträgen, dass die grundsätzlichen Technologien für eine Vollversorgung mit erneuerbaren Energien bereits in ganzer Breite entwickelt wurden. Wichtig sei jetzt, diese Technologien zusammen mit Effizienztechnologien und Speichertechnologien reifer, preiswerter und damit fit für den weltweiten ökonomischen Wettbewerb zu machen.

Der wissenschaftliche Tagungsleiter Prof. Dr. Wolfgang Eberhardt vom Helmholtz-Zentrum Berlin bezeichnete das kürzlich vorgestellte Energiekonzept der Bundesregierung als zu zaghaft: “Der Forschungsverbund trägt seit 20 Jahren mit seiner Forschung und Entwicklung der Energietechnologien dazu bei, dass die Vision einer Vollversorgung Deutschlands auf der Basis erneuerbarer Energien zu volkswirtschaftlich tragbaren Kosten bis Mitte des Jahrhunderts verwirklicht werden kann.

Prof. Dr. Uwe Leprich vom Institut für ZukunftsEnergieSysteme prognostizierte, dass die Umstellung zu einer nachhaltigen Energieversorgung mit zunehmenden Konflikten verbunden sein werde. Es müssten jetzt die Weichen gestellt werden, welche Anteile zentraler oder dezentraler Stromeinspeisung realisiert werden können. Die großen Energieversorgungsunternehmen würden sicherlich eher in zentrale Stromerzeugungsanlagen investieren als in dezentrale.

Visionspapier des FVEE und der Beitrag zum 6. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung

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