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Erstarkter Protest gegen Pro-Atom-Kurs: Laufzeitverlängerung war politischer Fehler

Donnerstag 11. November 2010 von birdfish



Für den Vorsitzenden des BUND, Hubert Weiger, belegt die Stärke des Anti-Atom-Protests den wachsenden Unmut über die Regierungsentscheidung, den Atomkraftwerken längere Laufzeiten zu genehmigen.

Protest gegen Atommüll und Laufzeitverlängerungen
Protest gegen Atommüll und Laufzeitverlängerungen – Foto: Klaus Mayhack / BUND

Es werde zunehmend deutlich, dass dies ein schwerer politischer Fehler gewesen sei. Nie zuvor hätten sich so viele Menschen dem Castorzug in den Weg gestellt, in dem sie zu Recht das Symbol einer falschen Energiepolitik sähen. Noch immer sind auch Vertreter des BUND und seiner Jugendorganisation vor Ort und beteiligen sich an den Protesten.

“Hoffentlich begreift die Bundesregierung jetzt, dass die mit den Stromkonzernen ausgehandelten Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke einen extrem hohen Preis haben. Mit ihrer rückwärtsgewandten Energiepolitik trägt die Regierungskoalition aus CDU, CSU und FDP die alleinige Verantwortung dafür, dass in Deutschland längst überwunden geglaubte gesellschaftliche Gräben wieder aufgerissen wurden. Der Protest gegen die schwarz-gelbe Energiepolitik kommt aus allen Schichten der Gesellschaft und er beeindruckt durch seine Ausdauer und Ernsthaftigkeit”, sagte Weiger.

Die Demonstranten im Wendland stünden für Millionen Menschen in Deutschland, die es ablehnten, die gefährlichen Atomkraftwerke länger laufen zu lassen. Der aufgrund der Entscheidung für längere AKW-Laufzeiten weiter wachsende Atommüllberg und die ungelöste Entsorgungsfrage für den radioaktiven Abfall, aber auch die Risiken des laufenden Betriebs der Atomkraftwerke machten den Menschen große Sorgen.

“Die Bundesregierung muss die Proteste endlich ernst nehmen und ihren Pro-Atom-Kurs revidieren. Wenn sie stattdessen weiter vor allem die Interessen einiger weniger Energiekonzerne bedient, wird sie politisch scheitern”, sagte Weiger.

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Ein Kommentar über “Erstarkter Protest gegen Pro-Atom-Kurs: Laufzeitverlängerung war politischer Fehler”

  1. birdfish schrieb:

    EU-Kommission veröffentlicht Vorschlag für die Lagerung von Atommüll

    Die EU-Kommission hat einen Vorschlag für eine Richtlinie zu Rahmenbedingungen für die unterirdische Lagerung von radioaktivem Abfall veröffentlicht.

    Die Lagerung von Atommüll unter der Erde wird darin als sicherste Option präsentiert. Die Richtlinie soll einheitliche Standards für das Management von Atommüll in den Mitgliedstaaten herstellen. In manchen Mitgliedstaaten gibt es dazu bisher noch gar keine Regelung, während andere schon weitgehende Standards festgelegt haben. Energiekommissar Günther Oettinger begründete den Vorstoß der Kommission damit, dass Standards für eine sichere Lagerung von Atommüll unabhängig von der persönlichen Einstellung zur Kernenergie notwendig seien. Außerdem betonte er die grenzüberschreitenden Folgen, die bei Unfällen in einem Land auftreten könnten.

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