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	<title>Kommentare zu: EEG-Fehlanreize f&#246;rdern Maisw&#252;sten und treiben die Pachtpreise in die H&#246;he</title>
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	<description>Pressespiegel &#38; Infoblog</description>
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		<title>Von: Harald von Canstein</title>
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		<dc:creator>Harald von Canstein</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Feb 2011 15:48:51 +0000</pubDate>
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		<description>Jetzt auch noch der WWF... 
Die WWF-Studie zitiert falsch; statt &quot;Biogas zur Bereitstellung von Strom, W&#228;rme und Kraftstoff schneidet dann sehr ung&#252;nstig ab, wenn Silomais als G&#228;rsubstrat zum Einsatz kommt.&quot; (WWF) heisst es in der Quelle &quot;Biogas zur Bereitstellung von Strom, W&#228;rme und Kraftstoff schneidet dann sehr ung&#252;nstig ab, wenn bei dem zum Zeitpunkt (2007) der Erstellung des WBA-Gutachtens vorherrschenden hohen Agrarpreisniveaus Silomais als G&#228;rsubstrat zum Einsatz kommt.&quot; (Butterbach-Bahl et al.) Das bedeutet, dass bei h&#246;heren Agrarpreisen die CO2-Vermeidungskosten steigen w&#252;rden. Butterbach-Bahl et al. sagen weiterhin, dass die Klimabilanz von Biogas nur dann schlecht sei, wenn u.a. Cross Compliance nicht beachtet und in veralteten Biogasanlagen (mit offenen G&#228;rrestlagern) produziert wird. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass bei Anwendung guter Praxis die Klimabilanz von Biogas gut ist. Dies wird auch vom Wuppertal-Institut (Arnold, Vetter 2010 Klima- und Umwelteffekte von Biomethan) best&#228;tigt.
Ich pers&#246;nlich bezweifle allerdings, dass die CO2-Vermeidungskosten von Biogas von den Substratpreisen abh&#228;ngen, denn die Kosten der kWh (elektrisch) sind ja per EEG fixiert. Wenn die Maispreise steigen, dann sinkt der Gewinn der Anlagenbetreiber, aber die CO2-Vermeidungskosten bleiben gleich.

Ausserdem st&#252;tzt die WWF-Studie sich im Bereich Humuszehrung auf uralte Daten, in der Mais noch als Hackfrucht angesehen wird. Es gibt meines Wissens noch gar keine Humuszehrungs-Daten zu Energiemais, der mit G&#228;rresten ged&#252;ngt wird, aber es sieht ganz danach aus, dass die Humusbilanz von Energiemais und G&#228;rresten ausgeglichen ist. 

Die Aussage, dass Biogas die Pachtpreise in die H&#246;he treibt, stimmt so auch nicht. Laut Dr. Gerd H&#246;her vom Nieders&#228;chsischen Ministerium f&#252;r Ern&#228;hrung und Landwirtschaft &quot;f&#252;hrt der aktuelle agrastrukturelle Wachstumsdruck zwischen den Landwirten bereits unabh&#228;ngig von der Bioenergieerzeugung zu einem intensiven Wettbewerb um Pachtfl&#228;chen&quot;. (H&#246;her 2010 in „S&#252;ndenbock Biogas?“, energiepflanzen 2010.4)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt auch noch der WWF&#8230;<br />
Die WWF-Studie zitiert falsch; statt &#8220;Biogas zur Bereitstellung von Strom, W&auml;rme und Kraftstoff schneidet dann sehr ung&uuml;nstig ab, wenn Silomais als G&auml;rsubstrat zum Einsatz kommt.&#8221; (WWF) heisst es in der Quelle &#8220;Biogas zur Bereitstellung von Strom, W&auml;rme und Kraftstoff schneidet dann sehr ung&uuml;nstig ab, wenn bei dem zum Zeitpunkt (2007) der Erstellung des WBA-Gutachtens vorherrschenden hohen Agrarpreisniveaus Silomais als G&auml;rsubstrat zum Einsatz kommt.&#8221; (Butterbach-Bahl et al.) Das bedeutet, dass bei h&ouml;heren Agrarpreisen die CO2-Vermeidungskosten steigen w&uuml;rden. Butterbach-Bahl et al. sagen weiterhin, dass die Klimabilanz von Biogas nur dann schlecht sei, wenn u.a. Cross Compliance nicht beachtet und in veralteten Biogasanlagen (mit offenen G&auml;rrestlagern) produziert wird. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass bei Anwendung guter Praxis die Klimabilanz von Biogas gut ist. Dies wird auch vom Wuppertal-Institut (Arnold, Vetter 2010 Klima- und Umwelteffekte von Biomethan) best&auml;tigt.<br />
Ich pers&ouml;nlich bezweifle allerdings, dass die CO2-Vermeidungskosten von Biogas von den Substratpreisen abh&auml;ngen, denn die Kosten der kWh (elektrisch) sind ja per EEG fixiert. Wenn die Maispreise steigen, dann sinkt der Gewinn der Anlagenbetreiber, aber die CO2-Vermeidungskosten bleiben gleich.</p>
<p>Ausserdem st&uuml;tzt die WWF-Studie sich im Bereich Humuszehrung auf uralte Daten, in der Mais noch als Hackfrucht angesehen wird. Es gibt meines Wissens noch gar keine Humuszehrungs-Daten zu Energiemais, der mit G&auml;rresten ged&uuml;ngt wird, aber es sieht ganz danach aus, dass die Humusbilanz von Energiemais und G&auml;rresten ausgeglichen ist. </p>
<p>Die Aussage, dass Biogas die Pachtpreise in die H&ouml;he treibt, stimmt so auch nicht. Laut Dr. Gerd H&ouml;her vom Nieders&auml;chsischen Ministerium f&uuml;r Ern&auml;hrung und Landwirtschaft &#8220;f&uuml;hrt der aktuelle agrastrukturelle Wachstumsdruck zwischen den Landwirten bereits unabh&auml;ngig von der Bioenergieerzeugung zu einem intensiven Wettbewerb um Pachtfl&auml;chen&#8221;. (H&ouml;her 2010 in „S&uuml;ndenbock Biogas?“, energiepflanzen 2010.4)</p>
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