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Nahrung und Produktionsmittel wie Wasser und Böden gerecht und effizient nutzen

Montag 23. Mai 2011 von birdfish



Es ist nicht notwendig, die Lebensmittelproduktion in den kommenden vier Jahrzehnten deutlich zu steigern, damit alle Menschen satt werden.

Gerechte und effiziente Landwirtschaft gegen Welthunger
Gerechte und effiziente Landwirtschaft gegen Welthunger – Foto: Manfred Schimmel / Pixelio

Dieser Prognose der Welternährungsorganisation FAO widersprachen die Autoren von der Universität Hohenheim.

2009 forderte die FAO, wegen der wachsenden Bevölkerung bis 2050 weltweit 70 Prozent mehr Nahrungsmittel anzubauen. Laut WWF, der gemeinsam mit der Heinrich-Böll-Stiftung die Studie in Auftrag gab, berücksichtigte die FAO bei ihrer Berechnung wichtige Faktoren wie den Klimawandel nicht. Die postulierte Produktionssteigerung sei nur ein Teil der Lösung, sagte der Agrarreferent des WWF Matthias Meissner. Dringlicher sei es, dass Nahrungsmittel und knappe Produktionsmittel wie Wasser und Böden gerechter und effizienter genutzt würden.

Die Zahlen der FAO wurden von der Agrarindustrie gern als Argument für mehr Chemie auf den Äckern verwendet. Auch den Einsatz von Gentechnik und Agrarsubventionen ohne zusätzliche Umweltauflagen begründeten die Verfechter der industriellen Landwirtschaft mit der FAO-Prognose. Die Argumente richteten sich auch gegen den Ökolandbau, der ohne Pestizide oder synthetischen Dünger auskommt und dadurch weniger erntet.

Auch die Menge der Nahrungsmittel, die weggeworfen würden, habe die FAO nicht bei ihrer Vorhersage berücksichtigt. Nach eigenen Angaben beträgt die Lebensmittelverschwendung je nach Region zwischen 20 und fast 35 Prozent.

Studie von WWF und Heinrich-Böll-Stiftung

Studie der FAO zu Lebensmittelverschwendung

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