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UNEP-Studie: Schnelles Handeln gegen Rußpartikel, Ozon und Methan erforderlich

Montag 20. Juni 2011 von birdfish



Eine Studie des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) und der World Meteorological Organization hat gezeigt, dass eine schnelle Reduktion von Rußpartikeln, bodennahem Ozon und Methan einen deutlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten könnte.

Köln im Feinstaub
Feinstaubnebel über Köln – Foto: Thomas Max Müller / Pixelio

Dies erhöhe die Chance, die Erwärmung der Atmosphäre auf unter 2 oder sogar 1,5 Grad Celsius zu halten.

Besonders für empfindliche Gebiete wie die Arktis und Gletscherzonen sei schnelles Handeln wichtig. Zudem seien die genannten Schadstoffe ein großes Risiko für die menschliche Gesundheit. Duch bodennahes Ozon seien auch die Getreideernten gefährdet. Die Studie wurde bei den internationalen Klimaverhandlungen in Bonn vorgestellt. Darin werden verschiedene Maßnahmen vorgeschlagen, um die “kurzlebigen Klimakiller” zu bekämpfen, darunter Dieselrußfilter für Fahrzeuge, verbesserte Heiz-, Abwasser- und Abfallanlagen und das Verbot der offenen Verbrennung von landwirtschaftlichen Abfällen.

Die in der Kampagne “Rußfrei fürs Klima” zusammengeschlossenen Umwelt- und Verkehrsverbände BUND, Deutsche Umwelthilfe (DUH), NABU und VCD fordern Sofortmaßnahmen, um die verheerende Wirkung von Dieselruß als Klimakiller zu stoppen. Sie setzen sich unter anderem für die Einführung von Partikelfiltern und Umweltzonen ein. Mit der UNEP-Studie sei die schädliche Klimawirkung von Rußpartikeln erneut bestätigt worden.  „Rußpartikel lagern sich auf den Eisflächen der Arktis oder auf Inlandsgletschern ab und bilden eine Art „Grauschleier“, der die Reflektion des Sonnenlichts reduziert und so das Abschmelzen des Eises beschleunigt. Außerdem heizen sich die schwarzen Teilchen im Sonnenlicht auf, erwärmen ihre Umgebung und beeinflussen zudem die Wolkenbildung, mit der Folge einer weiträumigen Veränderung der Niederschlagsverhältnisse“, erklärte BUND-Experte Werner Reh. Die Verbände betonen, dass aber auch der Kampf gegen CO2-Emissionen weiter vorangetrieben werden muss.

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