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Klimawandel begünstigt Vordringen der Asiatischen Tigermücke in Europa

Dienstag 21. Juni 2011 von birdfish



Die mit dem Klimawandel verbundene Erwärmung fördert die Ausbreitung von Arten, die als Krankheitsüberträger wirken.

Tigermücken auf dem Vormarsch
Tigermücken auf dem Vormarsch – Foto: US Centers for Disease Control and Prevention (via Wikipedia)

So ist zu erwarten, dass die Asiatische Tigermücke, die tropische Krankheiten wie Dengue- und Chikungunyafieber auf Menschen übertragen kann, weiter nach Europa vordringt. Zunächst werden der Nordwesten der Iberischen Halbinsel, der Südwesten Frankreichs und größere Bereiche Norditaliens mit hoher Wahrscheinlichkeit von dieser Entwicklung betroffen sein. Auch in küstenfernen Regionen West- und Mitteleuropas werden Lebensräume für die Tigermücke entstehen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Forschungsgruppe an der Universität Bayreuth in einer neuen Studie.

Ausgehend von ihrer Ursprungsregion Südostasien, hat sich die Asiatische Tigermücke (lateinisch: Aedes albopictus) mit dem weltweiten Handel von Waren in nahezu alle Kontinente ausgebreitet. Mittlerweile hat sie auch Europa erreicht. 2007 kam es in der Folge zu einem Chikungunya-Ausbruch in Norditalien, 2010 zu mehreren Fällen von Dengue-Fieber in Frankreich und Kroatien. Werden sich die klimatischen Verhältnisse in Europa auch künftig zu Gunsten der Tigermücke und anderer krankheitsübertragender Insekten entwickeln? Falls ja, steigt das Risiko einer Ausbreitung tropischer Krankheiten in Europa. Daher ist es heute ein wesentliches Ziel der Gesundheitspolitik, dieser Gefahr durch frühzeitige Maßnahmen zu begegnen.

Hier die vollständige Meldung der Uni Bayreuth (PDF)

Originalpublikation:

Dominik Fischer, Stephanie Margarete Thomas, Franziska Niemitz, Björn Reineking and Carl Beierkuhnlein, Projection of climatic suitability for Aedes albopictus Skuse (Culicidae) in Europe under climate change conditions, in: Global and Planetary Change, Article in press, Available online 23 May 2011. DOI-Bookmark: 10.1016/j.gloplacha.2011.05.008

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