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Forscher und Studierende zum Thema Klimaregulator Wald beim Weltklimagipfel

Donnerstag 8. Dezember 2011 von birdfish



Bäume nehmen im Laufe ihres Lebens große Mengen des Treibhausgases Kohlenstoffdioxid (CO2) auf und speichern diese für längere Zeit.

Wald-Workshop
Studierende und Professoren aus 21 Ländern beim Wald-Workshop

Wald ist damit ein natürlicher und hochwirksamer „Klimaregulator“, dessen Förderung vergleichsweise geringe Kosten verursacht. Um künftige Generationen von Forstwissenschaftlern mit dieser komplexen Thematik vertraut zu machen, haben Wissenschaftler und Studierende der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie der Universität Göttingen einen Workshop im Rahmen der UN-Weltklimakonferenz im südafrikanischen Durban organisiert. An dem Workshop nahmen insgesamt 45 Studierende und Professoren aus 21 Ländern teil. Sie diskutierten Erfahrungen, Probleme und Lösungsansätze und konzentrierten sich dabei in erster Linie auf die vielfältigen naturwissenschaftlichen Fragestellungen, politischen Herausforderungen und wirtschaftlichen Implikationen.

„Wenn die Zerstörung des Waldes gestoppt wird, können wir den Ausstoß von Treibhausgasen weltweit um 15 bis 20 Prozent senken. Wir müssen deshalb nachhaltige, langfristige Maßnahmen zum Klimaschutz entwickeln, und dafür benötigen wir entsprechend ausgebildete Experten“, erläutern die Organisatoren des Workshops, Prof. Dr. Christoph Kleinn und Dr. Lutz Fehrmann von der Abteilung Waldinventur und Fernerkundung der Universität Göttingen. „Mit unserem Workshop für Studierende tragen wir zu diesen Zielen bei.“ Parallel zur Weltklimakonferenz findet in Durban der fünfte „Forest Day“ statt, eine internationale Fachtagung mit rund 1.500 Teilnehmern zum Thema „Wald und Klima“. Die Studierenden werden dabei als Konferenz-Assistenten eingesetzt und haben so die Möglichkeit, eine wichtige Brücke von der Wissenschaft zur Praxis und zur Politikberatung zu schlagen sowie sich international zu vernetzen.

Die Göttinger Initiative ist bislang die einzige in Deutschland, die einer größeren Gruppe von Studierenden die Möglichkeit gibt, die Diskussionen um Klimaschutz und -politik aus nächster Nähe zu begleiten. In die Gruppe sind auch einzelne Studierende der forstwissenschaftlichen Masterstudiengänge der Technischen Universität Dresden, der Universität Freiburg und der Universität Bonn eingebunden. Der Deutsche Akademische Austauschdienst unterstützt die Initiative mit insgesamt 80.000 Euro aus seinem Programm „Entwicklungsländerbezogene Aufbaustudiengänge“, das auch den Masterstudiengang „Tropical and International Forestry“ an der Universität Göttingen regelmäßig mit Stipendien fördert.

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