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Der BUND fordert von den EU-Abgeordneten, die Verwässerung der Agrarreform zu stoppen

Donnerstag 24. Januar 2013 von birdfish



Der BUND hat die deutschen Abgeordneten des EU-Agrarausschusses in einem Offenen Brief aufgefordert, die europäische Agrarreform nicht weiter zu verwässern.

Landwirtschaft
Die Agrarwende muss gelingen – Foto: Dagmar Struß

Die vom Agrarausschuss vorgelegten Kompromissvorschläge zur Reform der europäischen Agrarpolitik seien “aus gesellschaftlicher Sicht inakzeptabel” und dürften unter keinen Umständen verabschiedet werden. “Offenbar will der Agrarausschuss mit einer Kehrtwende das EU-Parlament dazu bringen,…verbindliche Umweltschutzleistungen abzulehnen”, kritisierte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger in dem Schreiben. Die deutschen Abgeordneten müssten Rückschritte bei der Reform stoppen und diese stattdessen zugunsten einer ökologisch-bäuerlichen Landwirtschaft nach vorne bringen, begründete Weiger die Intention seines Briefes.

“Die Neuorientierung der europäischen Agrarpolitik hin zu mehr Umwelt- und Tierschutz steht auf dem Spiel. Die industrialisierte Landwirtschaft schadet dem Naturschutz, der Gesundheit von Menschen und Tieren und führt zum Sterben kleiner bäuerlicher Betriebe. Die EU-Parlamentarier stehen gegenüber ihren Wählern in der Pflicht, endlich eine ökologische und soziale Agrarwende einzuleiten und Agrarsubventionen künftig an strengere Umwelt- und Tierschutzstandards zu knüpfen. Wer hingegen die ohnehin nicht übermäßig ambitionierten Kommissionsvorschläge aufweicht, der leistet ausschließlich der industriellen Agrarwirtschaft Vorschub”, sagte Hubert Weiger.

Die vorliegenden Kompromissvorschläge würden nicht nur die von der EU vorgeschlagenen Standards zur Ökologisierung der Landwirtschaft drastisch senken sondern auch zu größerer Bürokratie führen. Monokulturen, die mit einem erheblichen Pestizideinsatz verbunden seien, würden weiter erlaubt. Landwirte müssten zudem unnötige zusätzliche Nachweise über ihre Bewirtschaftungsmethoden erbringen. “Mit den Aufweichungen durch den vorliegenden Kompromiss würde den Agrarzahlungen jegliche Legitimation entzogen”, heißt es in dem Offenen Brief des BUND.

“Wir fordern die deutschen EU-Parlamentarier auf, sich für eine Verschärfung der Umweltauflagen anstatt für deren Aufweichung einzusetzen. Der bisherige Vorschlag der EU-Kommission muss weiter verbessert werden, damit ein EU-weit wirksames Anreizsystem für mehr Umweltschutz in der Landwirtschaft erarbeitet werden kann”, sagte BUND-Vorsitzende Hubert Weiger zur Begründung seines Briefes.

Offener Brief des BUND an die deutschen EU-Abgeordneten

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Ein Kommentar über “Der BUND fordert von den EU-Abgeordneten, die Verwässerung der Agrarreform zu stoppen”

  1. birdfish schrieb:

    Aigner zu GAP-Plänen: Das können wir uns nicht leisten

    Die Bundesregierung wehrt sich gegen die geplante Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik. Das hat Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner zum Auftakt der Grünen Woche in Berlin bekräftigt. So könne es sich Deutschland nicht leisten, dass sieben Prozent ökologische Vorrangfläche brach liegen sollten.[...]

    Den kompletten Artikel finden Sie hier unter EurActiv.de.

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