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Naturschutzbund und Unternehmen schmieden ein Bündnis zum besseren Ressourcenschutz

Freitag 15. März 2013 von birdfish



Der Rohstoffverbrauch ist enorm: Wir bräuchten 2,7 Erden, wenn weltweit so gewirtschaftet würde wie heute in Deutschland.

Marke Frosch: Produktion ohne Palmkernöl vorantreibenMarke Frosch: Produktion ohne Palmkernöl vorantreiben. Foto: Frosch

Aus diesem Grund hat der NABU gemeinsam mit Unternehmen der grünen Zukunftstechnologien das Bündnis „Allianz Ressourcenschonung“ gegründet, das sich für eine ökologisch-soziale Rohstoffpolitik einsetzt. Die bislang zwölf Mitglieder der Initiative haben sich jetzt erstmals bei einer Konferenz in Berlin der Öffentlichkeit präsentiert und eine gemeinsame Erklärung verabschiedet.

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Wir begrüßen, dass sich Unternehmen mit dem NABU in dieser Allianz zusammengeschlossen haben. Die gemeinsame Erklärung zeigt, dass Unternehmen zu viel weitreichenderen Maßnahmen bereit sind, als die Bundesregierung sie bislang verfolgt. Unternehmen wollen deutlich mehr als freiwillige Förderprogramme.“ Die beteiligten Unternehmen und der NABU sehen verlässliche ordnungspolitische Vorgaben, Ressourcensteuern und eine Neuausrichtung der deutschen Rohstoffpolitik an ökologischen und sozialen Kriterien als unerlässlich an. „Anderenfalls übernutzen wir Rohstoffe und die Ökosysteme so sehr, dass die negativen ökologischen Folgen unweigerlich auch die Unternehmen einholen“, so Miller.

„Wir brauchen eine Steuerpolitik, mit der die Leistungen von Ökosystemen zum unmittelbaren Faktor für unternehmerische Entscheidungen werden. Die Unternehmen haben Vorschläge zu Ressourcensteuern und zum Abbau umweltschädlicher Subventionen auf den Tisch gelegt. Nun ist die Politik gefordert, nachzuziehen“, sagte Ulrike Meinel, NABU-Expertin für Ressourcenpolitik.

In der gemeinsamen Erklärung fordert die „Allianz Ressourcenschonung“ weitreichende Vorgaben für das ökologische Produktdesign, verlängerte Garantiezeiten und höhere Recyclingquoten. Außerdem verpflichten sich die Unternehmen dazu, in allen Geschäftsbereichen nachhaltiger mit Rohstoffen, Wasser und Fläche umzugehen.

Stephan Wabnegger, Geschäftsführer des vorarlbergischen Unternehmens Cree GmbH: „Die Bauindustrie ist für 40 Prozent des weltweiten Ressourcenverbrauchs verantwortlich. Unser Eigentümer, selbst Bauunternehmer in vierter Generation, lebt die Denkweise ‚Wer, wenn nicht wir…‘ sehr konsequent: Er hat Cree gegründet und ein Referenzprojekt finanziert, um ökologisch wie ökonomisch nachhaltigen Hochbau Wirklichkeit werden zu lassen. Der patentierte Holz-Hybrid Systembau erlaubt es uns, ressourcenschonend und weltweit bis zu 100 Meter hoch zu bauen.“

Reinhard Schneider, Geschäftsführender Gesellschafter Werner & Mertz GmbH: „Die Sinnhaftigkeit der Ressourcenschonung reicht weit über das naheliegende Thema Kosteneinsparung hinaus. Das Bemühen einer Marke um Ressourcenschonung kann vom Verbraucher nur ernst genommen werden, wenn das dahinter stehende Unternehmen auf ganzer Linie nachvollziehbar ökologische Ziele verfolgt. Dazu trägt unser Umweltmanagement, das EMAS-zertifiziert ist, bei. Bei unserer Marke Frosch setzen wir bei der Verpackung auf den Einsatz von PET-Recyclat, das wir aus dem ‚Gelben Sack‘ wiederverwerten wollen. Mit unserer Initiative ‚Tenside auf Basis europäischer Pflanzen‘ wollen wir darüber hinaus die Produktion von Reinigungsmitteln ohne Palmkernöl vorantreiben.“

Publikation zur Forderung ökologisch-sozialer Rohstoffpolitik (PDF)

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