KLIMA-MEDIA.de Pressespiegel & Infoblog

Kältemittel in Klimaanlagen

Treibhausgase in Klimaanlagen

Ein Klimakiller in Autos, Lastern, Bahnen und Bussen sitzt als Kältemittel in der Klimaanlage.

Bislang wird das chemische Kältemittel R134a (Tetrafluorethan) eingesetzt. Es zählt zu den im Kyoto-Protokoll aufgeführten Treibhausgasen, die reduziert werden müssen. R134a hat ein klimaschädliches Treibhauspotential, das um den Faktor 1.430mal höher ist als das von CO2. Die Klimaschädlichkeit eines Stoffes wird als GWP-Wert (Global Warming Potential) angegeben. Die EU hat R134a ab Januar 2011 für neu zugelassene Fahrzeugtypen bei Pkw und kleineren Nutzfahrzeugen verboten. Die neuen Kältemittel dürfen den GWP-Wert von 150 dann nicht mehr überschreiten.

Neue Reisebusse sind zu 100% klimatisiert. Bei Stadtbussen waren in Deutschland im Jahr 1993 nur 5% aller neuen Stadtbusse klimatisiert, im Jahr 2008 bereits 64%. Da Fahrzeugklimaanlagen keine hermetisch geschlossenen Systeme sind, entweicht während der gesamten Lebensdauer eines Fahrzeugs permanent Kältemittel und erhöht so den Treibhauseffekt. Die durchschnittliche Leckagerate von R134a bei neuen Bussen beträgt 13,3% Kältemittel pro Jahr für Reisebusse und 13,7% für Linienbusse. Aus Bussen emittierten im Jahr 2008 deutschlandweit fast 100 Tonnen Kältemittel R134a. Die freigesetzte Menge an Kältemittel aus Bussen entspricht 140.000 Tonnen CO2-Äquivalenten pro Jahr. Das entspricht dem jährlichen CO2-Ausstoß von 90.000 sparsamen Kleinwagen bei durchschnittlicher Fahrweise.

Quelle: Deutsche Umwelthilfe, Juli 2010


Deutsche Umwelthilfe fordert Verbot der gefährlichen Chemikalie R1234yf in Autoklimaanlagen

Die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) fordert die Bundesregierung und die Europäische Kommission auf, das im Brandfall extrem toxische chemische Kältemittel R1234yf zu verbieten.
Seit mehreren Jahren setzt sich die DUH für ein Anwendungsverbot der Chemikalie ein und hat im Dezember 2012 abermals einen entsprechenden Antrag beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) gestellt.  [zum vollständigen Artikel]

Stand: 03/2013


Kältemittel für KFZ-Klimaanlagen – CO2 ist eine Alternative

Als Alternative zum Kältemittel R1234yf als Nachfolger von R134a ist auch der Einsatz von CO2 als Kältemittel für KFZ-Klimaanlagen denkbar. Die Verwendung des nicht brennbaren und umweltneutralen CO2 als Kältemittel erfordert aber eine andere Konstruktion der Klimaanlagen. Diese mit CO2 betriebenen Klimananlagen bieten außerdem den Vorteil, dass sie sowohl zum Kühlen als auch zum Heizen eingesetzt werden können. Bereits 2007 hat die FOSTA – Forschungsvereinigung Stahlanwendung e. V. ein Forschungsvorhaben zur Unterstützung des CO2-Einsatzes für Kfz-Klimaanlagen erfolgreich abgeschlossen. [...]

Die komplette Meldung der Forschungsvereinigung Stahlanwendung lesen Sie hier.