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Klimagipfel 2011 in Durban

Informatio

COP17 Klimagipfel Durban

nen zum Klimagipfel 2011 im südafrikanischen Durban:

1. Definition
2. Laufende Berichterstattungen verschiedener Institutionen
3. Material – Meinungen – Papiere
4. Interessante Artikel
5. Fazit

1. Definition ‘Klimagipfel’ von Wikipedia

Die UN-Klimakonferenz, auch (Welt-)Klimagipfel oder Welt-Klimakonferenz, ist die jährlich stattfindende Vertragsstaatenkonferenz (Conference of the Parties, COP) der UN-Klimarahmenkonvention. Seit 2005 ist die Konferenz um das Treffen der Mitglieder des Kyoto-Protokolls ergänzt worden (Meeting of the Parties, MOP).

Ziel der Klimakonferenzen ist mittlerweile, ein Nachfolgeregime für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll zu entwickeln. Dies ist bislang das einzige völkerrechtlich verbindliche Instrument der Klimaschutzpolitik. Im Kyoto-Protokoll selber sind nur vergleichsweise geringe Verpflichtungen der Industrieländer zur Reduktion ihres Ausstoßes an Treibhausgasen festgeschrieben. Für einen globalen Klimaschutz und zur Eindämmung der globalen Erwärmung erscheint eine globale Post-Kyoto-Regelung dringend nötig, wird aber nach dem Scheitern der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen 2009 zunehmend unrealistisch.

2. Laufende Berichterstattungen verschiedener Institutionen

Aktueller Bericht der Verhandlungen zur Halbzeit sowie ein Appell an die europäischen Staaten – von Germanwatch.


Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung betreibt ein aktiven Blog zu den Klimakonferenzen. Zum UFZ-Blog


3. Material – Meinungen – Papiere

Klimaschutz-Index 2012

Vergleich der 58 Staaten mit dem größten CO2-Ausstoß


Germanwatch-Papier: ‘Lokomotive und neue Gleise für den internationalen Klimaprozess. Erwartungen an den Klimagipfel von Durban.’

Hintergrundpapier Germanwatch – Erwartungen an den Klimagipfel


Diverse Materialien der Helmholtz-Gemeinschaft


Klimafolge: Überschwemmungen in Entwicklungsländern
Klimawandelfolgen – Foto: D. Ott / Fotolia.com

Germanwatch veröffentlicht zum Klimagipfel zum siebten Mal den Globalen Klima-Risiko-Index.

Dieser untersucht sowohl für das Jahr 2010 als auch für die letzten zwanzig Jahre, welche Länder besonders stark von Wetterextremen wie Überschwemmungen und Stürmen betroffen waren.


Der Globale Klima-Risiko-Index 2012 ist in englischer Sprache sowie als deutsche Kurzfassung abrufbar


4. Interessante Artikel

Fazit der Süddeutschen Zeitung:
Inhalte? Nebensache

Immer wieder liegt auf der UN-Klimakonferenz in Durban das Scheitern in der Luft, ist die Katastrophe schon unterwegs. Die Staaten feilschen bis zur letzten Minute um Termine. Schließlich steht dann das Ergebnis – doch Substanz muss nachgeliefert werden. Für inhaltliche Fragen blieb bei so viel Taktik diesmal einfach kein Platz. [...]

Die komplette Reportage


Egoismus führt in die Klima-Katastrophe

Auch wenn die Klimakonferenz in Durban scheitert: An einer Bewirtschaftung globaler Gemeinschaftsgüter führt kein Weg vorbei. Marktmechanismen wirken zu langsam. [...]

Ein Kommentar von Ottmar Edenhofer, Chefökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, in der Financial Times Deutschland.

Financial Times Deutschland, Artikel vom 5.12.11


Hindernisreicher Weg zu einem neuen internationalen Klimaschutzabkommen

„Diese Konferenz muss den gefährdeten Menschen, all denen, die bereits unter dem Klimawandel leiden und noch unter ihm leiden werden, eine neue Gewissheit geben, dass konkrete Anpassungsmaßnahmen und Maßnahmen zur Begrenzung des Klimawandels ergriffen werden für eine sicherere Zukunft.“ Diese Hoffnung äußerte Christiana Figueres, die Exekutivsekretärin des UN-Klimasekretariats UNFCCC, in ihrer Rede zur Eröffnung der UN-Klimakonferenz in Durban am 28. November 2011. Die Konferenz, die noch bis zum 9. Dezember dauern wird, soll ein neues internationales Klimaschutzabkommen vorbereiten, das das Kyoto-Protokoll ablösen soll, das Ende 2012 ausläuft.[...]

Kompletter Artikel: Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. vom 28.11.11


“Klarheit und Sicherheit”

Interview der taz mit dem ehemaligen Chef des UN-Klimarats, Yvo de Boer, über Politiker, die ihren Job nicht machen, die Bedeutung von Unternehmen beim Klimaschutz und die Fortschritte der Chinesen.

zum taz-Artikel


Fazit

Die Warnungen und Katastrophen der nahen Vergangenheit hatten – an erster Stelle – die USA und Kanada nicht zum Einlenken bewegen können. Auch China und Indien waren nur bedingt bereit, auf effiziente Beschlüsse einzugehen.

Eine Einschätzung des Deutschen Naturschutzbundes

Während einige feierten, dass nach Konferenzverlängerung überhaupt noch irgendwelche Beschlüsse gefasst wurden, war den allermeisten klar, dass dies alles bei weitem nicht ausreichen kann, die Klimakatastrophe ein Stück weit aufzuhalten.

Einige Industrieländer – vornean die EU – hatten sich seinerzeit im Kyoto-Protokoll 1997 verpflichtet, Emissionen von Treibhausgasen zu reduzieren. Sie stimmten nun einer Verlängerung des Abkommens über das Jahr 2012 hinaus zu.
Kanada, Japan, Russland und Neuseeland fühlen sich jedoch künftig nicht mehr an die Vereinbarung gebunden, die USA hatten sich hier sowieso rausgezogen. Die Länder, die dann noch übrig bleiben sind ohnehin nur noch für 16 Prozent der Emissionen verantwortlich.

Bis 2015 soll es nun ein neues Abkommen geben. So die Verlautbarungen der Konferenzteilnehmenden. Allerdings gibt es hierzu keine weiteren verbindlichen Aussagen.

Onsgesamt ein trauriges Ergebnis.

Inhalte? Nebensache

11.12.2011, 18:59

Eine Reportage von Michael Bauchmüller, Durban

Immer wieder liegt auf der UN-Klimakonferenz in Durban das Scheitern in der Luft, ist die Katastrophe schon unterwegs. Die Staaten feilschen bis zur letzten Minute um Termine. Schließlich steht dann das Ergebnis – doch Substanz muss nachgeliefert werden. Für inhaltliche Fragen blieb bei so viel Taktik diesmal einfach kein Platz.