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Wattenmeer – Weltnaturerbe

Als Wattenmeer bezeichnet man das Teilgebiet eines Meeres im Küstenbereich beziehungsweise die dortige Landschaft, die unter einem starken Einfluss der Gezeiten steht.

Ein Wattenmeer (sprachlich: „watend begehbares Meer“) ist regelmäßig zweimal täglich während eines Hochwassers überflutet und fällt während eines Niedrigwassers trocken. Die bei Niedrigwasser trocken fallenden Flächen bezeichnet man als Watt. Die wasserführenden Strömungsrinnen werden Seegatt genannt.

Quelle und weitere Informationen zur Definition: Wikipedia

Weltnaturerbe Wattenmeer
Weltnaturerbe Wattenmeer – (c) Hans-Ulrich Rösner / WWF

Seit Ende Juni 2009 zählt das Wattenmeer in den Niederlanden, sowie in Niedersachsen und Schleswig-Holstein zum Weltnaturerbe.

Anlässlich dieser Anerkennung, warnte der WWF davor, das Wattenmeer weiterhin mit Ausnahmegenehmigungen zu Förderung von Öl zu nutzen und somit das Weltnaturerbe zu gefährden.



Der Klimawandel gefährdet das Wattenmeer mit einem höheren Meeresspiegel. Dieser könne in der flachen Landschaft der Nordseeküste besonders schwere Auswirkungen für Mensch und Natur haben. Wattflächen und Salzwiesen drohen dauerhaft überflutet zu werden, auch Inseln könnten dann in Gefahr geraten. In begrenztem Umfang ist nach WWF-Einschätzung eine Anpassung jedoch noch möglich. So könne etwa durch Ablagerung von Schlick und Sand das Watt mit dem Meeresspiegel mitwachsen. „Die immer höher werdenden Investitionen für den Küstenschutz müssen auch so eingesetzt werden, dass die natürliche Anpassung an den Meeresspiegelanstieg gefördert wird. Das ist unsere einzige Möglichkeit die einmalige Küstenlandschaft an der Nordsee auch langfristig zu erhalten“,meint Hans-Ulrich Rösner vom WWF.

Industrie und Wattenmeer

Der WWF warnt angesichts zahlreicher Probleme vor einem Glaubwürdigkeitsproblem des Nationalparks. Die Industrialisierung sei zur großen Gefahr geworden. Kohlekraftwerke in Wilhelmshaven und in Eemshaven, ausgeweitete Hafenbauten und Vertiefungen in den Flussmündungen von Elbe, Weser und Ems sowie aufwändige Kabelbauten zu den Offshore Windparks würden auch zur Belastung für das Wattenmeer. „Wenn für die Kabel schon der Nationalpark in Anspruch genommen wird, dann muss dies gebündelt und durch so wenige Kabel wie möglich erfolgen. Es geht nicht, dass jeder Windpark hier seine eigene Kabeltrasse bekommt,“ fordert Rösner. „Auch besteht immer noch die Gefahr, dass Energiekonzerne im Nationalpark nach Öl suchen oder Kohlendioxid ablagern wollen.“

Hier der komplette WWF-Artikel vom 6. Mai 2011