KLIMA-MEDIA.de Pressespiegel & Infoblog

Anpassung – Deutsche Anpassungsstrategie

Anpassungsstrategien an den Klimawandel für Deutschland und im europäischen Vergleich.

Die Maßnahmen stecken noch in den Kinderschuhen. Europaweit gibt es für Maßnahmenpläne keine Kosten-Nutzen-Aufstellungen. Projekte müssen besser kontrolliert und sollten zur Effizienzsteigerung und Kostenminimierung staatenübergreifend koordiniert werden.

Zu den Themenbereichen:

Allgemein

Landwirtschaft

Tourismus

Küstenschutz

Lokal/Regional

Flora/Fauna

Allgemein

Die Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel in der Fassung von 12/2009 (Diverse PDF-Dateien vom Bundesumweltministerium)

Eine Studie zu europäischen Anpassungsstrategien im Vergleich:
Die PEER-Studie “Europe Adapts to Climate Change: Comparing National Adaptation Strategies.” (engl. / PDF)


Landwirtschaft
Roggen

Uni Hohenheim will Hybridroggen-Züchtung beschleunigen. Man will den Roggen kurzfristig für Trockenperioden fit machen.

Hart im Nehmen: Roggen stellt an Witterung und Boden zwar keine großen Ansprüche. Trotzdem können ihm ausgedehnte Trockenperioden leicht zum Verhängnis werden, da er sowieso schon in trockenen Gegenden angebaut wird. Damit wir auch in Zukunft nicht auf Roggenbrot verzichten müssen, sollen drei Wissenschaftler an der Universität Hohenheim Roggen besser an die Herausforderungen des Klimawandels anpassen. Mit einem neuen statistischen Verfahren und verbessertem Zuchtmaterial wollen sie dabei die Zuchtauswahl beschleunigen und die genetische Verarmung mindern.[...]

Kompletter Artikel bei der Uni Hohenheim vom 24.04.2013


Weizen

Getreide im Klima der Zukunft:

Hitzetod oder Zusatzdüngung?

Weltweit erstmals sollen Feldstudien zur Wechselwirkung von Hitzeperioden und CO2-reicherer Atmosphäre bei Weizen erstellt werden.
Klimamodelle besagen, dass es im Zuge des Klimawandels nicht nur durchschnittlich wärmer wird, sondern dass auch die Anzahl heißer Tage während der Vegetationszeit deutlich zunimmt.
Extremtemperaturen wirken sich stark auf das reproduktive Wachstum bzw. die geschlechtliche Vermehrung von Kulturpflanzen aus. Das Thünen-Institut für Biodiversität in Braunschweig will dieser Frage für die wichtigste einheimische Getreidepflanze, den Weizen, nachgehen. [...]

Zur kompletten Meldung vom Thünen-Institut (07.11.12)


Tourismus
Alpen

Wie sich Gäste und Anbieter im Alpenraum an den Klimawandel anpassen

Tourismusforscher aus dem deutschsprachigen Alpenraum stellten Mitte April 2011 Ergebnisse aus dem EU-Projekt ClimAlpTour an der Hochschule München vor. Neue Fakten zu Nachfrage und Markt wurden dabei präsentiert. ClimAlpTour zielt auf Strategien ab, wie Tourismusregionen sich dem Klimawandel stellen können.

Insgesamt arbeiten im Projekt 17 Partner, davon elf Forschungsinstitute mit 22 Modellregionen aus dem gesamten Alpenraum zusammen. Rund 50 Fachleute waren der Einladung der Fakultät für Tourismus an die Hochschule München gefolgt, darunter Wissenschaftler ebenso wie Vertreter aller wichtigen Teilbranchen des alpinen Tourismus: Bergbahnbetreiber, Destinationentwickler, Hoteliers, Veranstalter, Regionalpolitiker, Naturschützer und Verbraucher. Die Forscher stellten Ergebnisse der angewandten wissenschaftlichen Forschung (Delphi-Studie, Quellmarktbefragung, Netzwerkanalyse) sowie aus Workshops mit Praktikern in Tirol, Wallis/Graubünden, Bayern und Südtirol vor. Die Erfahrungen aus verschiedensten alpinen Tourismusregionen, die sich in Höhe, Lage, bestehender Infrastruktur, ökonomischem Wohlstand, aber auch durch mehr oder weniger gute Zusammenarbeit vor Ort unterscheiden, wurden diskutiert. Eines der Ergebnisse lautete: Anbieter sollten versuchen, die Klimawirkung innerhalb dieser Angebote zu optimieren, anstatt Klimaschutz als Hauptaspekt zu vermarkten. [...]

Hier der vollständige Artikel der Münchner Hochschule (PDF)

Hier ein Artikel zu den ersten Forschungsergebnisse im EU-Forschungsprojekt „ClimAlpTour“ (PDF)

Wintersport

GIS-KliSchee – Anpassung des Wintersporttourismus in den deutschen Mittelgebirgen an Klimawandel und Witterungsvariabilität

In den deutschen Mittelgebirgsregionen ist der Wintertourismus traditionell der wichtigste Wirtschaftsfaktor, der maßgeblich die wirtschaftliche Prosperität und die Entwicklung dieser Gebirgsräume beeinflusst. Die Adaption an die zu erwartenden klimatischen Veränderungen im Schneesport ist zukünftig zwingend in raumbezogenen Entwicklungskonzepten und Planungsaufgaben zu berücksichtigen.

GIS-KliSchee Projekt-Website


Küstenschutz

Küstenschutzbedarf an der deutschen Nordsee – heute und in Zukunft

Die interaktive Karte des Norddeutschen Klimabüros zeigt auf der Basis der Sturmflut vom 16. / 17. Februar 1962, welche Regionen in Norddeutschland heute durch Küstenschutzmaßnahmen vor Sturmfluten geschützt werden. Zusätzlich können Sie sich anzeigen lassen, welche Gebiete Ende des 21. Jahrhunderts voraussichtlich zusätzlich geschützt werden müssen, weil bis dahin hohe Sturmfluten, wie beispielsweise die Sturmflut von 16. / 17. Februar 1962, bis 2100 durch den Meeresspiegelanstieg und ein verändertes Windklima bis zu 1,1 m höher auflaufen könnten. Hierfür können Sie auch eine entsprechende Postleitzahl in die Suche einfügen.

Interaktive Karte zum Küstenschutzbedarf an der deutschen Nordsee


Regionale Anpassungsstrategien für die deutsche Ostseeküste

Ziel des RADOST-Vorhabens ist es, Anpassungsstrategien für die deutsche Ostseeküstenregion im Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft zu erarbeiten. Dabei geht es gleichermaßen darum, Schaden für Wirtschaft, Gesellschaft und Natur zu minimieren und mit dem Wandel verbundene Entwicklungschancen optimal zu nutzen. Ein weiteres Ziel ist die dauerhafte Stärkung von Akteursnetzwerken und Kommunikationsstrukturen, auch über die Region hinaus.

RADOST-Website


Hochwasserschutz: Intelligente Deiche sollen eigenständig vor Hochwassergefahr warnen

Eingebaute Sensoren beobachten die Stabilität von Deichen. Die selbst steuernde Software kann Gefahrensituationen vorhersagen, damit rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden.
Siemens entwickelt in Europa intelligente Deiche als Maßnahme vor der Klimawandelfolge Hochwasser.

Zum klima-media-Artikel vom 18.01.2011


Nordfriesische Halligen: Forscher entwickeln Strategien

Wissenschaftler aus Siegen, Aachen, Göttingen und Schleswig-Holstein entwickeln Konzepte zur Sicherung der Halligen.

Halligen sind noch nicht für den Klimawandel gewappnet
Halligen sind noch nicht für den Klimawandel gewappnet – Foto: Irene Lehmann / Pixelio

Die Ergebnisse des Forschungsvorhabens sollen zum dauerhaften Schutz der Weltnaturerbes Wattenmeer beitragen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt mit rund 1 Million Euro. Die Koordination erfolgt durch das Forschungsinstitut Wasser und Umwelt (fwu) der Universität Siegen.

Zum klima-media-Artikel vom 07.01.2011


Regional / Lokal
Ruhrgebiet

Forschungsprojekt dynaklim und Unternehmenscheck ADAPTUS

dynaklim steht für „Dynamische Anpassung an den Klimawandel in der Emscher-Lippe-Region“ und entwickelt seit 2009 Strategien, wie besonders in urbanen Räumen mit ihrer Infrastruktur den prognostizierten Klimafolgen vorausschauend begegnet werden kann. Das Forschungsprojekt läuft zunächst bis 2014. Auch die in der Region verankerten Wasserwirtschaftsverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband unterstützen das Projekt mit ihrem Know-how. Koordiniert wird das Projekt vom Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen (FiW) e.V..

ADAPTUS

Um die Risiken zu erkennen, die durch die Folgen des Klimawandels für ein Unternehmen entstehen, hat das FiW – Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen zusammen mit der Prognos AG in Düsseldorf und dem Ruhr-Forschungsinstitut für Innovations- und Strukturpolitik e.V. (RUFIS) im Rahmen von dynaklim den Selbst-Check ADAPTUS für Unternehmen entwickelt. Wirtschaftsförderer und Unternehmen der Region haben die Entwicklung mit ihrem Praxiswissen unterstützt.

mehr Infos zu dynaklim und ADAPTUS

Süddeutschland / Alpen

EU-Projekt WINALP: Forschung zum Schutz der Bergwälder in den Nordalpen

Drei Jahre wurde im Rahmen des EU-Projekts WINALP (Waldinformationssystem Nordalpen) geforscht.
Im September 2011 wurden die Ergebnisse präsentiert unter dem Motto “Wissen zum Schutz der Bergwälder – eine grenzüberschreitende Aufgabe”.

Das Ziel von WINALP ist es, das Wissen zum Schutz der Bergwälder zu erweitern, um drängende Fragen zu den Folgen des Klimawandels zu beantworten und Grundlagen zur optimalen Waldbewirtschaftung zu erarbeiten.
München – Die Bergwälder der Nordalpen sind eines der faszinierendsten Ökosysteme Europas. Ihre Funktionen für die nächsten Generationen zu erhalten, ist für Bürger, Behörden und Wirtschaft der Region eine Überlebensfrage. Bisher fehlten Försterinnen und Förstern aber flächendeckende Standortinformationen, um eine optimale Pflege zu garantieren und Faktoren wie den Klimawandel zu berücksichtigen. Einen großen Beitrag zu diesen umfassenden, dringend benötigten Daten leistet jetzt WINALP mit seinen Forschungsergebnissen. Wie viel Nährstoffe, Wasser und Wärme stehen den Wäldern zur Verfügung? Welche Baumarten sind geeignet? Werden sie bei einer Klimaänderung bestehen? „Diese Fragen können wir jetzt detailliert für das ganze Gebiet der Nordalpen beantworten,“ so der Koordinator des Projekts, Prof. Dr. Jörg Ewald von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf.

Zum Forschungsprojekt WINALP


Brandenburg / Berlin

Das INKA BB (Innovationsnetzwerk Klimaanpassung Brandenburg Berlin) hat sich das Ziel gesetzt, Unter­neh­mer und deren Interessenvertretungen sowie poli­tisch-administrative Entscheidungsträger in die Lage zu versetzen,

  • innovativ mit klimawandelbedingten Chancen und Risiken der Landnutzung und des Wasser- und Gesundheitsmanagements umzugehen,
  • geeignete Anpassungsstrategien in der Koope­ration von Wissenschaft und Praxis zu entwi­ckeln und dauerhaft zu implementieren
  • erprobte Anpassungsstrategien politisch admi­nistrativ oder institutionell zu unterstützen.

Mitteldeutschland

Das Mitteldeutsche Klimabüro konzentriert sich auf natur- und sozialwissenschaftliche Aspekte des Klimawandels. Dies sind z.B. Wechselwirkungen zwischen Klimawandel und Landnutzung oder die Bewertung von Anpassungsmaßnahmen an die Folgen der Klimaänderung. Im Mitteldeutschen Raum ist bis zum Ende des Jahrhunderts vor allem mit weniger Sommerniederschlägen bei gleichzeitig höheren Temperaturen zu rechnen.

Das Mitteldeutsche Klimabüro am UFZ


Sachsen

Das sächsische Leuchtturmprojekt von REGKLAM – dem Regionalen Klimaanpassungsprogramm für die Modellregion Dresden wurde im Januar 2013 auch auf europäischer Ebene vorgestellt.

Kurzversion des Regionalen Anpassungsprogramms für die Modellregion Dresden


Sachsen-Anhalt

Der Klimawandel könnte in einigen Regionen des Bundeslandes Sachsen-Anhalt die Trockenheit im Sommer verschärfen und die Neubildung von Grundwasser mindern.

Während die Forstwirtschaft zunächst profitieren könnte, muss in der Landwirtschaft mit leicht abnehmenden Erträgen gerechnet werden. Wasser könnte in Sachsen-Anhalt zu einer kostbaren Ressource werden.

PIK-Studie zum Anpassungsbedarf: „Klimawandel in Sachsen-Anhalt“


Kosten der Klimaanpassung im Wasserbereich bisher unsicher

Seit der Wende hat sich der Trinkwasserverbrauch in Sachsen-Anhalt auf ein Drittel verringert, weil die Bevölkerung um eine halbe Million gesunken ist, aus Kostengründen mehr Wasser eingespart wird und durch die Modernisierung des Leitungsnetzes weniger Verluste entstehen. Aus Sicht der Umweltökonomen steht einer entsprechenden Anpassung des Leitungsnetzes durch die Wasserversorger jedoch der anhaltend hohe Wasserbedarf in den Sommermonaten entgegen.

Der Klimawandel spielt bei den Planungen der Wasserversorger in Sachsen-Anhalt noch eine untergeordnete Rolle. Stattdessen steht bislang die Anpassung an die durch den Bevölkerungsrückgang und das veränderte Verbrauchsverhalten rückläufige Wassernachfrage im Mittelpunkt der Überlegungen. Insgesamt seien die Anpassungskosten im Wasserbereich auf Grundlage der bestehenden Datenlage nur schwer abzuschätzen, schreiben Forscher des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung im Fachblatt „Wasser und Abfall“. [...]

Kompletter Artikel des UFZ vom 1.12.11


Flora & Fauna

Bundesamt für Naturschutz: Biotopverbund für Anpassung an Klimawandel notwendig

Nach Ansicht des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) ist es zur Anpassung an den Klimawandel dringend erforderlich, den im Bundesnaturschutzgesetz (§ 20, 21) geforderten länderübergreifenden Biotopverbund in der Fläche voranzutreiben. In vielen Bereichen ist die Umsetzung gegenwärtig jedoch noch mangelhaft. Die bestehenden Lücken im Netzwerk der Lebensräume müssen geschlossen und insbesondere die internationalen Anknüpfungspunkte in ihrer Funktionalität gesichert und verbessert werden.

Kompletter klima-media.Artikel vom 24.02.13



Stand: Februar 2013