KLIMA-MEDIA.de Pressespiegel & Infoblog

Anpassungsstrategien weltweit – Beispiele für Maßnahmen als Pressespiegel

Der Klimawandel wird unsere Welt nachhaltig verändern.

Dürre in Afrika
Dürre und Überschwemmungen in den armen Ländern nehmen zu. – Foto: Dieter Schütz / Pixelio

Während noch vielerorts am Ernst der bevorstehenden Veränderung gezweifelt wird, gibt es zahlreiche Staaten, Regionen und Städte auf der Welt, die über eine Legislaturperiode hinausdenken und Schutzmaßnahmen für die Zukunft ergreifen.

Während man sich in Deutschland z.B. zu Veränderungen in der Landwirtschaft oder Küstenschutz Gedanken macht, gibt es Staaten in der Welt, die der Klimawandel weit extremer zu schaffen macht. Einige sind durch Anstieg des Meeresspiegels vom Untergang bedroht, andere verlieren durch anhaltende Dürren ihre Ernährungsgrundlage.

Hier möchten wir einen Pressespiegel entstehen lassen, der über die deutschen Grenzen hinaus sieht und bemerkenswerte Maßnahmen zum Schutz gegen die Klimawandelfolgen dokumentiert.

Vorschläge hierzu werden gern entgegen genommen!


Weltweit
Wasser

Klimasensibles Wassermanagement der GIZ

Die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit bietet weltweit ihre Strategie zum klimasensiblen Wassermanagement als Dienstleistung an.

Hier erläutert die GIZ ihr Gesamtangebot, Wassermangel, Hochwasser und Erosion im Zuge des Klimawandels entgegen zu wirken (PDF)


Konkrete Vor-Ort-Projekte in betroffenen Regionen
z.B. Mosambik, Tschad, Sudan, Brasilien
Projekte gegen Klimawandelfolgen

Der Deutsche Entwicklungsdienst (seit 2011 im Verbund GIZ) hat eine Zeitschrift heraus gegeben, in der mehr als ein Dutzend Beiträge über Klimawandelfolgen in südlichen Ländern berichten. Zugleich werden hier Projekte / Initiativen vorgestellt, die dem Klimawandel etwas entgegen setzen.

So wird zum Beispiel von einer Kleinstadt auf den Philippinen berichtet, die Armutsbekämpfung und Klimaschutz miteinander verbindet. In diversen afrikanischen Ländern werden verschiedene Projekte vorgestellt, die Strategien gegen schwindende Wasserressourcen entwickeln.

Die Zeitschrift (vom Dezember 2010) zum Download (PDF)


Wälder

Anpassung der Wälder und der Menschen an den Klimawandel (Studie 2009)

Die Studie vom internationalen Verband forstlicher Forschungsanstalten (IUFRO), die im Rahmen der globalen Waldpartnerschaft (CPF) erstellt wurde, zeigt, dass die bedeutende Rolle der Wälder als massiver Speicher von Treibhausgasen aufgrund der schädlichen Auswirkungen des Klimawandels und des damit verbundenen möglichen Waldverlustes vollständig verloren gehen könnte.

Artikel zur Studie

Die komplette Studie als PDF (engl.)


Asien
Tourismus in Südostasien

Der Tourismus ist für viele südostasiatische Länder eine wichtige Einnahmequelle, insbesondere ausländische Reisende versprechen Einkommen. Negativ dagegen ist sein Einfluss auf die Umwelt – das macht beispielsweise der Kohlendioxid-Fußabdruck der Tourismusindustrie deutlich.  Die Tourismusindustrie ist für das Klima also weitgehend eher Fluch als Segen.

Das Hintergrundapier von Germanwatch zeigt Möglichkeiten auf, wie den Touristenzielen Puerto Princesa, Palawan (Philippinen) und Denpasar, Bali (Indonesien) auf lokaler, nationaler, regionaler und internationaler Ebene Unterstützung in klimafreundlicher Entwicklung gegeben werden kann. Praktische Handlungsempfehlungen auf der lokalen Ebene und Politikempfehlungen für nationale, regionale und internationale Prozesse folgen. (Stand 11/11)

Deutsche Zusammenfassung (PDF)

Vollständiges Briefing Paper (PDF, engl.)


Singapurs Schutz vor den Fluten

Ein Damm staut das Wasser des Singapore River an seiner Mündung. So erhält die City ein einzigartiges Süsswasserreservoir und schützt sich vor dem steigenden Meeresspiegel.

Singapurs Wassermanagement gewinnt immer wieder internationale Preise, die Singapore International Water Week vom 28. Juni bis 2. Juli 2010 steht denn auch unter dem Motto: «Sauberes und erschwingliches Wasser». Beides ist in manchen südostasiatischen Metropolen eine unerreichbare Utopie.

Neue Zürcher Zeitung Online vom 07.02.2010


Osteuropa / Russland
Sibirien

Nachhaltiges Landmanagement in Westsibirien

Osnabrücker Wissenschaftler kooperieren mit russischen Forschern, um Lösungen für nachhaltige Landnutzungspraktiken und Strategien zur Anpassung an den Klimawandel zu entwickeln. Um dem Klimawandel zu begegnen, müssen der Verbrauch natürlicher Ressourcen sowie der Ausstoß klimaschädlicher Stoffe verringert werden. Forschungen zum nachhaltigen Landmanagement in international bedeutsamen Beispielregionen sollen hier Lösungen bieten. [...]

Hochschule Osnabrück, Pressemitteilung vom 21.11.2011


Afrika
Großes Forschungsprojekt will Westafrikas Ernährungssicherheit langfristig sichern

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stellt 16 Millionen Euro für die weitere Förderung der internationalen Klimaforschungsinitiative am West African Science Service Center on Climate Change and Adapted Land Use WASCAL zur Verfügung. WASCAL erforscht die Folgen des Klimawandels für die Land- und Wassernutzung, um Strategien gegen klimabedingte Risiken zu entwickeln.

Das Bonner Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) will WASCAL helfen, eine Forschungsinfrastruktur aufzubauen, die es den westafrikanischen Staaten ermöglicht, langfristig Ernährungssicherheit zu schaffen und Ressourcen zu schonen.

Kompletter Artikel vom 11. April 2013


Nachhaltige Landnutzung im Okavango-Delta

Wie lassen sich natürliche Ressourcen entlang des Okavango-Flusses im südlichen Afrika nachhaltig nutzen? Das Okavango-Delta ist ein globaler ‚hot-spot’ für zunehmenden Klimawandel und drohende Landnutzungskonflikte. Ein internationales Forscherkonsortium will im ‘The Future Okavango’–Projekt (TFO) innovative Konzepte und Strategien entwickeln, um diese Herausforderungen zu meistern.

Forscher des Leibniz-Instituts DSMZ waren auf einer Exkursion in Namibia und Angola und untersuchten dort, welche mikrobiellen Einflüsse auf die Bodenfruchtbarkeit durch eine veränderte Bodenbearbeitung entstehen, um Handlungsempfehlungen für ein nachhaltiges Landnutzungsmanagement zu geben. Die Ergebnisse versprechen eine hohe Übertragbarkeit auf andere Regionen. [...] (Mai 2012)

Zum Projekt ‘Future Okavango’ (engl.)


Südamerika
Santiago de Chile

Bereits heute sind mehr als ein Zehntel der Bevölkerung in der Metropolregion Santiago de Chile durch extreme Hitze oder Überflutungen gefährdet.

Santiago de ChileSantiago ist zunehmend von Hitze und Überflutungen betroffen – Foto: André Künzelmann / UFZ

Diese Gefahren werden durch die anhaltende Expansion der Hauptstadt Chiles, damit einhergehende Landnutzungsänderungen und durch den Einfluss des Klimawandels weiter ansteigen. Deshalb hat das internationale Forschungsprojekt ClimateAdaptationSantiago (CAS) in den vergangenen drei Jahren einen Anpassungsplan an den Klimawandel für die Metropolregion entwickelt und der Regionalregierung und dem Regionalsekretariat des Umweltministeriums übergeben.

Dieser Plan wurde von deutschen und chilenischen Wissenschaftlern des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ), des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), der Universidad de Chile und der Pontificia Universidad Católica de Chile im Rahmen eines intensiven Beteiligungsprozesses gemeinsam mit einer Reihe von lokalen Akteuren erstellt. [...] (Januar 2013)

Zum vollständigen Artikel des UFZ


Stand 04/2013