Zahlreiche Studien und Hintergrundpapiere belegen, dass es nicht nur fahrlässig ist, die Laufzeit alter Atommeiler zu verlängern, sondern das weitere Setzen auf die Atomkraft u.a. die Strompreise erhöhen kann und den konsequenten Ausbau der Erneuerbaren Energien konsequent verhindert.
Hierbei handelt es sich um Studien der Umweltverbände, aber ebenso um Studien der Bundesregierung, die z.B. vom Bundesumweltministerium in Auftrag gegeben wurden.
Unser Glossareintrag zum Thema:
Atomkraftwerke – Restlaufzeiten – Laufzeitverlängerung
Themenpapier des Bundesumweltministeriums: “Atomkraft – Kein Weg für die Zukunft”.
Das Themenpapier begründet die folgenden Thesen:
- Den erneuerbaren Energien gehört die Zukunft – Atomkraft steht ihnen im Wege
- Bei Atomkraft zahlt die Allgemeinheit, während wenige viel verdienen
- Atomkraft ist keine Lösung für die Energieversorgung weltweit
- Atomkraft schützt das Klima nicht
- Atomkraft ist gefährlich
Die Menschen nehmen den Energieversorgern das Märchen mit den sinkenden Strompreisen nicht mehr ab.
Nach einer Infratest-Umfrage unter dundesdeutschen Wählern glauben nur noch vier Prozent der Leute daran, dass sie sparen können in dem Fall, dass die Restlaufzeiten verlängert werden.
Ergebnis der Infratest-Umfrage zu den Laufzeiten der Atomkraftwerke (PDF)
(Stand der Studie: 03.09.09)
Eine Studie konstatiert , dass die Nutzung der Atomenergie die Bundesbürger von 1950 bis 2008 mindestens 165 Milliarden Euro an staatlichen Fördermitteln kostete. (03.09.09)
- Grafik: Staatliche Förderungen der Atomenergie (PDF)
- Factsheet: Subventionen der Atomenergie (PDF)
- Studie: Staatliche Förderungen der Atomenergie (PDF)
- Unser Artikel zur Studie
Atomkraft ist kein “Klimaretter”. Das belegt ein Papier des renommierten Öko-Instituts. (31.08.09)
Im Gegenteil – man kommt zu dem Schluss, dass Alternativen zur Atomkraft weltweit ohne Einbuße der gesteckten Klimaziele möglich sind.
FORSA-Umfrage zum Atomausstieg und zur Atomaufsicht / Mitte Juli 2009
Zur Emnid-Umfrage vom 30.06.2009, die zeigt, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher das Märchen vom preiswerten Atomstrom nicht mehr glauben (PDF)
Der Bundesumweltminister weist nach, dass ein schneller Atomausstieg möglich und nötig ist. Ein Hintergrundpapier des Bundesumweltministers zum Atomausstieg zeigt die Pannenstatistik der deutschen Werke auf, belegt, dass ohne Atomstrom die Versorgung nicht einbricht und schon gar nicht der Strom teurer wird – im Gegenteil.
Das Hintergrundpapier zum schnelleren Atomausstieg von Bundesumweltminister Gabriel. (PDF)
Sicherheit von deutschen Atomkraftwerken in der Studie „Atomstrom 2009: Sauber, sicher, alles im Griff?“ von Helmut Hirsch.
Die Studie wurde vom BUND in Auftrag gegeben.
Forsa-Umfrage zum Atomausstieg (April 2009)
Zwei Drittel (66 Prozent) der Deutschen wollen den beschlossenen Atomausstieg beibehalten oder sogar beschleunigen.
Dies ermittelte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag des Bundesumweltministeriums in einer repräsentativen Umfrage zur Sicherheit von Atomkraftwerken und zum Ausstieg aus der Atomkraft (Befragungszeitraum: 20.-22. April 2009). Dies ist eine deutliche Zunahme gegenüber 2006.
Dass das Tempo des Atomausstiegs verlangsamt werden sollte, finden 12 Prozent der Deutschen richtig. Lediglich 18 Prozent sind grundsätzlich gegen einen Ausstieg aus der Atomkraft.
Die detaillierten Ergebnisse der FORSA-Umfrage (PDF).
Ohne Kohle- und Atomstrom droht Deutschland 2020 KEINE Versorgungslücke – das belegt eine von Greenpeace in Auftrag gegebene Studie.
Die Aussage der Deckungslücke wurde von der Deutschen Energie Agentur (Dena) getroffen und durch diese Studie entkräftet.
Zu der Studie gibt es ein zusammenfassendes Erläuterungspapier.
Vermerk über die Untersuchung der Internationalen Länderkommission Kerntechnik (ILK) zum gezielten Absturz eines großen Verkehrsflugzeuges auf Kernkraftwerke
Eine Vielzahl deutscher Atomkraftwerke ist nicht ausreichend vor der Gefahr von Terrorangriffen geschützt. Das geht aus einem Vermerk über die Untersuchung der Internationalen Länderkommission Kerntechnik (ILK) hervor, den die Sendung Frontal21 des Senders ZDF veröffentlicht hat. In dem Bericht heißt es, vor allem bei älteren Kernkraftwerken sei im Falle eines Terrorangriffs “mit schweren bis katastrophalen Freisetzungen radioaktiver Stoffe zu rechnen”. Die Berurteilung stammt bereits aus dem Jahr 2002 und wurde der Öffentlichkeit vorenthalten, bis das ZDF ihn erhielt und Mitte Juni 2009 veröffentlichte.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 ließen die Bundesländer Bayern, Hessen und Baden-Württemberg untersuchen, was passieren könnte, wenn ein Flugzeug ein Atomkraftwerk angreifen würde. In einem internen Vermerk für den hessischen Umweltminister Dietzel vom November 2002 kommen die Experten u.a. zu dem Ergebnis: “Von den 19 in der Bundesrepublik betriebenen Kernkraftwerken haben nur … drei … Anlagen eine bauliche Auslegung, die einem gezielten Flugzeugabsturz ohne gravierende Freisetzungen radioaktiver Stoffe … standhalten kann.”
Studie des BUND zu den Gefahren von Laufzeitverlängerungen bei deutschen Atomkraftwerken.
Die Studie zeigt, dass längere Laufzeiten für alte Atomkraftwerke deutlich das Störfallrisiko erhöhen.
Betroffen seien besonders die Atomkraftwerke Brunsbüttel, Isar 1, Philippsburg 1, Krümmel, Neckarwestheim, Unterweser, Biblis A und Biblis B. Diese Reaktoren erfüllen nicht die modernen Sicherheitsstandards, auch dann nicht, wenn sie nachgerüstet würden. Alterungseffekte wie Materialverschleiß seien kaum zu kontrollieren und ein massives Sicherheitsproblem.
Unser Artikel zur BUND-Studie (07.08.2009)
Laufzeitverlängerungen für die deutschen Kernkraftwerke? Kurzanalyse zu den potenziellen Strompreiseffekten
Kurzfassung der Studie des renommierten Öko-Instituts, das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit beauftragt wurde.
In der Untersuchung werden zwei Leitfragen behandelt: Könnte erstens eine Verlängerung der Laufzeiten deutscher Kernkraftwerke – über den mit der Atomgesetz-Novelle von 2002 festgelegten Auslauf-Pfad hinaus – zu einer Minderung oder Dämpfung von Strompreisen führen? Und welchen Umfang könnten zweitens solche Effekte gegebenenfalls haben?
Stand: 10.09.2009




