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Reststoffe für Bioenergie nutzen

Mit Bioenergie wird vor allem der Anbau von Energiepflanzen assoziiert, d.h. Pflanzen, die sich dafür eignen, Strom, Wärme oder Kraftstoffe zu gewinnen.

Holz im Sägewerk
Holz im Sägewerk – (c) hauku / Pixelio

Ebenso bedeutend sind als Rohstoff für Bioenergie jedoch Reststoffe. Biogene Reststoffe stammen nicht von Energiepflanzen, die mit dem Hauptziel der Energienutzung angebaut worden sind, sondern sind bei einer anderen, vorherigen Nutzung von Biomasse angefallen. Was auf den ersten Blick als Abfallprodukt erscheint, ist aber ein wertvoller Reststoff, der auch energetisch genutzt werden kann. Reststoffe sind die zweite Säule der Bioenergie neben Energiepflanzen. Biogene Reststoffe sind z.B.

• Waldrestholz, das bei der Verarbeitung von Waldholz anfällt
• Nebenprodukte von Sägewerken (z.B. Sägemehl, Holzspäne)
• Altholz (z.B. Lagerpaletten aus Holz, alte Holzmöbel)
• Landschaftspflegematerial und Grünschnitt
• Ernterückstände (z.B. Stroh, Rübenblätter)
• tierische Exkremente (z.B. Gülle, Mist)
• Nebenprodukte der Lebensmittelproduktion (z.B. Kartoffelschalen) und
• andere organische Abfälle (z.B. Klärschlamm, Siedlungsabfälle)

Diese Hintergrundinformation zeigt die Möglichkeiten und Grenzen der Reststoffnutzung für Bioenergie auf.

Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien 02/2010