KLIMA-MEDIA.de Pressespiegel & Infoblog

Wasserknappheit – Dürre – Grundwasser

Übersicht
  1. Allgemein
  2. Deutschland
  3. Europa
  4. Asien
  5. Afrika
  6. Amerika
  7. Sonstige
  8. Lösungsansätze
1. Allgemein

Klimasensibles Wassermanagement der GIZ

Die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit bietet weltweit ihre Strategie zum klimasensiblen Wassermanagement als Dienstleistung an.

Hier erläutert die GIZ ihr Gesamtangebot, Wassermangel, Hochwasser und Erosion im Zuge des Klimawandels entgegen zu wirken (PDF)


Das internationale Forschungsnetzwerk CLIWASEC (Climate Change Impacts on Water and Security) ermittelt und analysiert die ökologisch-naturwissenschaftlichen, wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen des Klimawandels und der Wasserknappheit im Mittelmeerraum. CLIWASEC soll mögliche Risiken aufzeigen und Handlungsempfehlungen entwickeln.
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Wasserrisikofilter
Nach WWF und der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) wird der Mangel an Süßwasser nicht nur zu einem zunehmenden ökologischen Risiko, sondern auch zu einem ökonomischen.
Klimawandel, Bevölkerungswachstum und steigende Lebensstandards tragen dem Bericht zufolge dazu bei, dass der Druck vor allem in Entwicklungsländern auf die vorhandenen und ohnehin schon knappen Wasserressourcen weiter zunehme. Der Wassermangel bedrohe in Südostasien und Afrika ganze Ökosysteme und den Lebensstandard der Menschen vor Ort.
Der neu entwickelte „Wasserrisikofilter“ soll ähnlich einem Lackmus-Test dazu dienen, wasserbezogene Risiken frühzeitig zu erkennen und in Investitionsentscheidungen einzubeziehen. Zudem soll er Handlungsmöglichkeiten für Unternehmen aus verschiedenen Branchen und Regionen aufzeigen, die von Risiken wie Wasserknappheit, -verschmutzung oder Überflutungen direkt oder in ihrer Zulieferkette bedroht sein könnten. Die DEG plant, einzelne Verbesserungsansätze in einem Anschlussprojekt konkret umzusetzen und aus Mitteln für Begleitmaßnahmen zu fördern. Auf diese Weise will der Entwicklungsfinanzierer die ökologischen und ökonomischen Auswirkungen der sich verschärfenden Wasserkrise abfedern. (2011 ff.) [zum vollständigen Artikel]

[zum Wasserrisikofilter, engl.]


Globale Wasserressourcen – Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft
Das Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (IAMO) veranstaltete 2010 ein Symposium “Klima – Wasser – Landwirtschaft”.
Erörtert wurde hier die Frage, welche Auswirkungen Klimawandel und Bevölkerungswachstum auf die globalen Wasserressourcen haben und was dies für die Landwirtschaft und die weltweite Ernährungssicherung bedeutet.
Auch Lösungsansätze wurden thematisiert.
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Das Carbon Disclosure Project (CDP) führt Water Disclosure ein.

Ab 2010 wird das Carbon Disclosure Project im Auftrag von 475 institutionellen Investoren Unternehmen nicht nur nach ihren Treibhausgas-Emissionen, sondern auch nach ihrer Wassernutzung fragen. Die 300 der weltweit größten Unternehmen in wasserintensiven Sektoren insbesondere die Chemiebranche, Nahrungsmittel- und Getränkehersteller, Bergbau, Pharmaindustrie, Energieerzeuger und Halbleiterbranche werden per Fragebogen aufgefordert, auf Wasserverbrauch bezogene Informationen sowie damit verbundene Risiken und Chancen für das eigene operative Geschäft, außerdem das unternehmensinterne Wasser-Management und Verbesserungsmaßnahmen zu veröffentlichen.
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Unverantwortlicher Umgang mit Wasser und Boden führt zu verstärkter Wüstenbildung
Mit den Ressourcen Wasser und Boden muss zum Schutz vor Wüstenbildung verantwortungsvoller umgegangen werden. Falsches Wassermanagement sowie starke Übernutzung, besonders in der Landwirtschaft, zerstören die Vegetation und lassen Böden versalzen, erodieren oder versanden.
Die Folgen des Klimawandels in Form von steigenden Temperaturen und längeren Trockenperioden beschleunigen den Prozess. Besonders in trockenen Klimazonen werden immer mehr Gebiete unfruchtbar. Weltweit stehen Landflächen von der dreieinhalbfachen Größe Europas vor dem “Umkippen”.(2009)
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2. Deutschland

Klimabüro für Mitteldeutschland
Im Mitteldeutschen Raum ist bis zum Ende des Jahrhunderts vor allem mit weniger Sommerniederschlägen bei gleichzeitig höheren Temperaturen zu rechnen. “Dies wird eine der großen Herausforderungen für Wasserversorger, Land- und Forstwirtschaft.
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3. Europa

Intensive Landwirtschaft beeinflusst Wasserhaushalt von Ökosystemen
Wissenschaftler der Universität Göttingen wiesen nach, dass auf gedüngten Grünlandflächen deutlich mehr Regenwasser verdunstet als auf ungedüngten. Entsprechend weniger Regenwasser versickert im Boden, wo es dann bei der Bildung von Grundwasservorräten fehlt, die wiederum notwendig sind zur Gewinnung von Trinkwasser. Die Forscher gehen davon aus, dass die Kombination aus intensiver Bewirtschaftung und Klimawandel auch in einzelnen Regionen Mitteleuropas künftig unter Umständen zu Wasserknappheit in den Sommermonaten führen könnte. (2012)
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Wasserknappheit und Dürren in Europa zunehmend ein großes Problem
Der EU-Umweltministerrat hat gefährdete Mitgliedstaaten aufgefordert, dringend Risikomanagementpläne für Wasserknappheit und Dürre zu erstellen.
Er rief dazu auf, mit Wasser effizienter umzugehen. Denn Wasserknappheit und Dürren gehöre in vielen Teilen Europas zunehmend zu den großen Problemen. Wenn keine geeigneten Gegenmaßnahmen getroffen würden, werden der Klimawandel und der steigende Wasserbedarf die Lage noch verschärfen.
Darüber hinaus verabschiedete der Umweltrat Schlussfolgerungen zur Anpassung von Wäldern an den Klimawandel. Darin rufen sie auf, die Kooperation zu nachhaltiger Forstwirtschaft zwischen der EU und der internationalen Ebene zu stärken und das Thema stärker in andere Politikbereiche zu integrieren. (2010)
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Wasserknappheit und Dürre sind vermehrt Grund zur Besorgnis für Gebiete in Europa
Das Verhältnis zwischen Wassernachfrage und -verfügbarkeit hat in vielen Gebieten Europas ein kritisches Niveau erreicht. Wasserknappheit und Dürre sind zu einer großen Herausforderung geworden – und der Klimawandel wird das Problem voraussichtlich noch verschärfen. Aus einem EU-Bericht geht hervor, dass in einigen Mitgliedstaaten mittlerweile ständige Wasserknappheit im ganzen Land herrscht. (2010)
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4. Asien

Millionen von Dürre in China betroffen
Teile des Gebietes des Jangtse Flusses in China leiden 2011 unter der schlimmsten Dürre seit rund 50 Jahren.
Eine verfehlte Wasserpolitik Chinas – z.B. durch immense Wasserverschwendung oder durch den Bau des Drei-Schluchten-Staudamms – rächt sich und wird durch den Klimawandel verschärft.
Nun braucht China dringend ein gutes Wassermanagement, um für die Zukunft besser aufgestellt zu sein.
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Wasserstrategien in Zentralasien sichern die Zukunft und lösen regionale Konflikte

[...] Hauptziel dieses EU-Projekts war die Bestimmung der aktuellen und zukünftigen Wasserverfügbarkeit im Amu Darya Basin und eine Bewertung lokaler Risiken und ihrer Auswirkungen auf das Wassermanagement.  Beispiel für ein lokales Risiko sind die Folgen der globalen Erwärmung für Schnee und Gletscherschmelze und das dadurch veränderte Abflussverhalten der Flüsse. Gleichzeitig wollte das Forscherteam Empfehlungen zur Umsetzung nachhaltiger Managementstrategien entwickeln, die den Verantwortlichen in der Region helfen sollten, mit den veränderten Lebensbedingungen umzugehen. Das Jayhun Projekt bietet eine Spezifizierung und Bewertung der gegenwärtigen Wasserkonflikte. Das Forscherteam hat angepasste Bewirtschaftungsstrategien für den Amu Darya entwickelt und trägt somit zu einer Minimierung des lokalen Konflikts aller Anrainerstaaten bei. [...] 2010
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Indiens Nordwesten braucht zuviel Wasser – Grundwasser sackt zunehmend weg
In Indiens Nordwesten, was die Stadt Delhi einschließt, fällt der Grundwasserspiegel um die 4 cm im Jahr.
Der Wasserverbrauch in dieser Region ist einfach zu hoch – insbesondere für landwirtschaftliche Zwecke. Wasser ist für Indien ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Der Zugang zum Wasser ist einer der wesentlichsten Faktoren für eine fortschreitende Entwicklung des Schwellenlandes.
Oberflächenuntersuchungen durch den Doppelsatelliten GRACE (2009)
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5. Afrika

Wasserknappheit in heißen Urlaubsländern mit Abwasser-Recycling kompensieren

Die Aussicht auf einige Wochen wolkenlosen Himmel und Sonnengarantie lockt viele Touristen in südliche Gefilde.
Damit der Erholungswert stimmt, setzen Ferienanlagen gewaltige Mengen von Wasser ein, um den Gästen eine grüne Oase zu bieten. Schließlich ist der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle im Mittelmeerraum. Ähnlich ist die Situation beim Anbau von Obst und Gemüse, der z.B. in Tunesien und Marokko sowohl der Eigenversorgung dient, als auch für den Export eine wichtige Größe ist. Doch die zur Verfügung stehenden Wassermengen sind begrenzt. In einigen Regionen ist die Situation schon so angespannt, dass selbst die Grundversorgung der Bevölkerung nicht mehr gesichert ist. Meldungen von Versorgungsstopps und Rationierungen werden häufiger. Die vielerorts angewendete Entsalzung von Meerwasser ist energieintensiv und schafft Probleme bei der Entsorgung des Rückstandes Salzsole. [zum vollständigen Artikel]


6. Amerika

Wassermanagement ist in Lima wegen anhaltender Wasserknappheit notwendig
Neun Forschungseinrichtungen aus Deutschland und Peru arbeiten in diesem Projekt zusammen, darunter auch die Fakultät Bau-Wasser-Boden der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften in Suderburg. Ziel des Forschungsvorhabens ist die konzeptionelle Entwicklung von Lösungsvorschlägen für das nachhaltige Management von Wasser und Abwasser in der Metropolregion Lima. Lima ist eine Küstenregion mit Wüstenklima. Der Klimawandel verstärkt diese Situation. (2010)
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[...] In Alaska schritt die Erwärmung innerhalb der letzten 50 Jahre doppelt zu schnell voran wie im Rest des Landes. In den Städten birgt der Wandel zum Beispiel durch extreme Hitze Gesundheitsgefahren, in einigen Gegenden droht Wasserknappheit. [...]

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8. Lösungsansätze

Wasserknappheit in heißen Urlaubsländern mit Abwasser-Recycling kompensieren

Ferienanlagen in Nordafrika setzen gewaltige Mengen von Wasser ein, um Touristen eine grüne Oase zu bieten. Ähnlich ist die Situation beim Anbau von Obst und Gemüse. Das EU-Projekt Puratreat arbeitet an der Aufbereitung von Abwasser auf Trinkwasserqualität [zum vollständigen Artikel]


Wenn die gesamten Süßwasserressourcen in Flussgebieten besser bewirtschaftet würden, könnte das künftige Ernährungskrisen eindämmen, berichten Forscher vom Stockholm Resilience Centre an der schwedischen Universität Stockholm, vom Stockholm Environment Institute und vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK).
Die Herausforderung, unter den Auswirkungen des Klimawandels den Wasserbedarf der schnell wachsenden Weltbevölkerung zu decken, könnte leichter zu bewältigen sein, als vielfach berichtet wird. Die Analyse eines schwedisch-deutschen Forscherteams zeigt erstmals auf, welche Möglichkeiten bestehen, sowohl so genanntes grünes als auch so genanntes blaues Wasser effektiv zu nutzen, um sich an den Klimawandel anpassen und die künftige Weltbevölkerung ernähren zu können.

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Stand: 01.2013